Weihnachts-Geschenk-Ideen für technikbegeisterte Männer

Ich bin auf der Suche nach Geschenkideen für meinen Mann – was würdest Du Dir denn so wünschen? Damit ich ein paar Tipps für technisches „Spielzeug“ bekomme…

Hier ein paar Vorschläge, was Technikfreaks wie ich gerne unter dem Baum finden:

  • Lesestoff
    Eigentlich hätte ich hier gerne den Kindle Paperwhite als das eBook schlechthin empfohlen, aber leider ist es bis nach Weihnachten nicht mehr verfügbar, weil die Nachfrage so groß ist. Ein gutes Zeichen, und wer keine Scheu vor einem Gutschein hat, kann ja trotzdem zugreifen. Für jemanden, der viele Bücher liest, ist ein eBook auf jeden Fall eine Bereicherung, und wegen der Displaytechnik auch dem Tablet vorzuziehen. Nur wenn auch Multimedia-Inhalte, Internetseiten und E-Mail eine gewichtige Rolle bei der Freizeitbeschäftigung spielen, sollte man sich die Alternative Tablet anschauen, entweder die Kindle Fire-Modelle von Amazon, oder folgende Empfehlung:
  • Tablet
    Derzeit sind wohl die Geräte von Google, das Nexus 7 und das Nexus 10 im Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar – letzteres ist aktuell ausverkauft, ob es vor Weihnachten nochmal geliefert werden kann, ist ungewiss. Aber mit der 7-Zoll-Variante wird man ebenfalls glücklich, es ist so handlich, dass man es überall hin mitnehmen kann, aber doch groß genug, dass es einen Vorteil gegenüber dem Smartphone bietet. Für Leute, die viel unterwegs sind, empfiehlt sich die UMTS-Variante, und mit 32 GB Speicher statt 16 GB macht man nichts falsch.
  • Musik
    In diesem Bereich möchte ich eine Alternative fürs Wohnzimmer vorschlagen: eine Logitech Squeezebox Touch macht die eigene Musiksammlung – oder andere Quellen wie Streamingdienste à la Webradio oder Spotify – bequem über einen Touchscreen zugänglich. Besser, als jedesmal den PC einschalten zu müssen (sofern man nicht dort seine MP3s lagert – das sollte man schleunigst mit einer externen Festplatte oder gleich einem NAS ändern).
    Und ein weiterer Vorschlag ist etwas für Draußen / Unterwegs: mit der Logitech UE Mobile Boombox hat man in Kombination mit Smartphone, iPod, Tablet oder Notebook seinen Ghettoblaster immer dabei – und das auch noch kabellos. Der Urlaub oder das Picknick lässt sich so prima mit der Lieblingsmusik untermalen.
  • Fernsehen
    Wer ein iPhone besitzt und schon Musik im iTunes-Store gekauft hat, der sollte sich unbedingt das Apple TV überlegen: ein winziges Kästchen bringt das Filmangebot von iTunes auf den Fernseher – wer noch eine Soundanlage dran hat, auch die Musik. Wer auch noch einen Mac sein eigen nennt, kann so natürlich AirPlay nutzen und zum Beispiel die letzten Urlaubsfotos auf dem Fernseher senden, ohne den Rechner anstöpseln zu müssen.
    Wer heutzutage fernsieht, hat meist zwei oder drei Fernbedienungen auf dem Wohnzimmertisch liegen. Das muss nicht sein: mit der Logitech Harmony One Plus verliert man zwar seinen Liebsten für zwei Tage an die nicht ganz einfache Programmierung der Universalbedienung, dafür geht danach das Umschalten für den Spielfilm auf DVD und Soundsystem mit einem Tastendruck, genauso wenns danach zurück zum Fernsehprogramm gehen soll, welches man an auch noch an der Box umschalten muss.
  • Handyzubehör
    Aktuell habe ich meine KLICKfix Fahrradhalterung fürs Smartphone liebgewonnen: der Tacho aus der Kindheit jetzt GPS-gestützt und mit Kartenfunktion am Lenker – toll! 🙂 Die Hülle schützt auch vor Regen, mein Smartphone mit 4,7-Zoll-Display passt gerade so hinein.
  • Sport
    Eigentlich passt es auch zur Rubrik Handyzubehör, denn die folgende Empfehlung macht nur in Kombination mit dem Smartphone Sinn: wer Laufen geht und dabei sein iPhone oder Android-Handy dabei hat, z.B. um Musik zu hören, der kann mit einem Pulsgurt (für iPhone, oder für Android u.a.) seine Vitaldaten ans Handy übermitteln und aufzeichnen lassen. Ich nutze eine App, die mir parallel zur Musik noch bei jedem Kilometer die aktuelle Laufgeschwindigkeit durchsagt, und mich warnt, wenn mein Puls aus dem Trainingsbereich gerät.

  • Werkzeug
    Ja, auch wenn man kein Heimwerker ist, der ständig am Schrauben und Hämmern ist, wir Männer lieben gutes Werkzeug. Sehr viel Sinn für den Anfang einer soliden Ausstattung macht der Bosch GSR 10,8-2-Li Bohrschrauber – das verlinkte Gerät wird gerne als Einstieg für ein ganzes Set von Akku-Werkzeugen aus der blauen Profi-Reihe von Bosch gekauft, die alle mit dem gleichen Akku und Ladegerät auskommen. Es mag nicht ganz so kraftvoll sein wie all die Akkuschrauber mit dickem Batteriepack, dafür hat man auch nach einem Schraubmarathon keinen lahmen Arm vom Gewichtheben. Und ein Marathon ist nicht unrealistisch: der zweite Wechselakku, der bereits beiliegt, ist schneller wieder vollgeladen als man den ersten leergeschraubt hat.
  • Grill
    Gasgrill und Kugelgrill mögen tolle Ergebnisse liefern, aber sie sind kaum transportabel und eignen sich nicht fürs Picknick an der Isar. Ganz anders der Son of Hibachi. Auch wenn die Bewertungen bei Amazon nicht durchweg positiv sind: das aktuelle 2012er Modell hat viele der Kinderkrankheiten ausgemerzt und ist daher empfehlenswert. Der Grill besticht vor allem mit Pyrolyse-Funktion (Reinigung durch Ausbrennen) und feuerfester Transporttasche, in die man den Grill nach der Reinigung mit noch heißen Kohlen hineinstecken kann. Auch das Anzünden klappt dank Kamin-Effekt schnell und einfach.
  • Spielzeug
    Zu guter Letzt: es gibt auch Spielzeug, mit dem sich Männer gerne beschäftigen. Insbesondere in Kombination mit Nachwuchs im Haus ist ein Set aus zwei Schaumstoff-Pistolen sicherlich ein willkommenes Geschenk: beispielsweise dieser Revolver, oder dieses Gewehr. Ich schiele jedenfalls neidisch zu den Bürokollegen, die sich damit freitäglich bekriegen…
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Externer Zusatzakku fürs Smartphone

Der Zigarettenanzünder in meinem Auto ist defekt, dadurch habe ich Probleme, mein Smartphone auf längeren Fahrten als Navi zu nutzen, weil der Akku nach 3-4 Stunden GPS-Nutzung schlapp macht. Die Reparatur ist aufwändig, da die Buchse im hinteren Teil der Mittelkonsole liegt, und eine Werkstatt verlangt einen dreistelligen Betrag für die Instandsetzung, daher habe ich mich für die Lösung eines externen Zusatzakkus entschieden. Er hat ja auch weitere Einsatzgebiete als nur im KFZ, zum Beispiel auf Rad- oder Wandertouren, oder generell im Urlaub, wenn man viel unterwegs ist und selten länger eine Steckdose in der Nähe hat.
Ich habe mich für folgende „Power Bank“ entschieden:

Zum einen hat dieser Akku ein tolles Preis/Leistungs-Verhältnis, da er eine hohe Kapazität von 11000mAh bietet. Das bedeutet, er kann beispielsweise ein iPhone 4S, welches einen Akku mit 1450mAh eingebaut hat, mehr als sieben Mal wieder aufladen, bevor man ihn selbst wieder aufladen muss.
Dann bietet der Akku zwei USB-Buchsen, so dass man neben dem Smartphone auch gleich noch Zubehör aufladen kann, etwa ein Bluetooth-Headset, einen Pulsgurt, oder einen Aktivlautsprecher, die ja meist ebenfalls über USB ladbar sind.
Er ist zwar mit ca. 300g kein Leichtgewicht, hat dafür aber ein robustes Metallgehäuse. Klein ist er nicht, ein wenig größer als ein iPhone und deutlich dicker, aber das ist eben seiner Kapazität geschuldet.
Wichtig ist, dass man das beiligende Kabel mit den Adaptern (für iPhone/iPad, Nokia, SonyEricsson, MiniUSB und MicroUSB) benutzt, weil damit die Schnellladung wie an der Steckdose möglich ist. Mit „normalen“ USB-Kabeln braucht das Smartphnone deutlich länger, bis es wieder voll aufgeladen ist. Will man aber partout ein normales USB-Kabel nutzen, erreicht man den gleichen Effekt mit diesem Adapter, der nicht nur am Samsung Galaxy Tab funktioniert.

Ich bin hochzufrieden mit dem Zusatzakku, er hat tatsächlich so viel Kapazität wie angegeben, da ich mein Samsung Galaxy Nexus mit 1750mAh-Akku ganze sechs Mal aufladen konnte, deswegen hier meine Kaufempfehlung!

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Android Market geht in Google Play auf

Aus dem Android Market wurde gestern allgemeiner Google Play – hat ja auch keinen Sinn gemacht, MP3s und eBooks nur über den Android Market kaufen zu können. In dem Zusammenhang gibt es anscheinend ein paar Apps im Angebot. Wer sie noch nicht hat: SwiftKey X ist wirklich eine empfehlenswerte Tastatur. Aber auch alle anderen Apps sind mehr als nur einen Blick wert.
Außerdem scheint Google jetzt endlich mal auf die Amazon Appstore Free App Of The Day zu reagieren – wenn auch nicht kostenlos, so zumindest auf 20 Cent reduziert, und in mehreren Kategorien (Apps, Musik, eBooks).

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Windows 7 / Vista: Energie sparen funktioniert nicht mehr – Lösung

Kleiner Tipp zwischendurch, weil er mir bzw. meinem Media Center-PC geholfen hat: sollte die Funktion „Energie sparen“ plötzlich nicht mehr funktionieren, z.B. nach einem Windows Update oder einer Treiberinstallation, hilft oft, den Ruhezustand zu deaktivieren, indem man in der Eingabeaufforderung

powercfg -h off

eintippt und mit der <Enter>-Taste abschickt. Die Eingabeaufforderung muss dabei mit Administratorrechten gestartet werden, d.h. man klickt auf den Start-Button, gibt dann „Eingabeauf“ ein – der entsprechende Startmenüeintrag sollte oberhalb der Eingabe erscheinen – und klickt den Eintrag mit der rechten Maustaste an. Dort gibt es den Punkt „Als Administrator ausführen“, den man auswählt – voilà!

Wer den Ruhezustand ebenfalls nutzt, kann ihn im Anschluss auch einfach wieder aktivieren. Hintergrund ist wohl, dass die Datei hiberfil.sys aufgrund des Updates bzw. des neuen Treibers neu erzeugt werden muss, was aber aus unbekannten Gründen nicht immer automatisch passiert.

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Speicherkarte oder USB-Stick ab 2GB Daten defekt?

Zwischendurch melde ich mich hier mit einer Warnung zurück: derzeit sind wieder vermehrt Speicherkarten (Micro SD bzw. SDHC) im Umlauf, die mit einer falschen Kapazitätsangabe verkauft werden. Wie dieser ältere Artikel der c’t beschreibt, sind es überwiegend Speichermedien, die 2 GB Kapazität haben, sich aber durch geschickte Manipulation und falschem Aufdruck als Chips mit 16 oder 32 GB Kapazität ausweisen, sogar im Windows Explorer. Erst der etwas langwierige Test mit H2testw, einem von der c’t bereitgestellten Tool zur Überprüfung, gibt Auskunft darüber, wie groß wohl die tatsächliche Kapazität sein wird. Im Artikel geht es zwar um USB-Speichersticks, das Prinzip des Betrugs ist aber das gleiche.

Ich rate daher dazu, stets bei seriösen Händlern zu kaufen, oder z.B. über den Amazon Marketplace, um die kundenfreundliche Rückabwicklung von Amazon nutzen zu können. Das ist leider noch keine Garantie, ein fehlerfreies Produkt zu erhalten, denn wie man im obigen Artikel lesen konnte, war auch Ware in großen Handelsketten betroffen, aber es macht es leichter, sein Geld zurück zu bekommen.

Ein neuer Speicherchip sollte stets erstmal mit dem Tool, oder zumindest mit einer größeren Datenmenge getestet werden, bevor man ihm Daten anvertraut, die man nicht wiederherstellen kann (z.B. Fotoaufnahmen direkt in der Kamera), denn bei Nutzung einer solchen gefälschten Speicherkarte sind die Daten unwiederbringlich verloren!

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Fahrrad-Halterung für Smartphones

F.B. aus M.: Ich möchte mein Smartphone für die Fahrrad-Navigation verwenden – welche Halterung empfiehlst Du?

Ich habe mir diese Halterung von Navitech (Alternativlink, falls ausverkauft) aus England gekauft. Sie ist universell für die meisten Smartphones einsetzbar, zumindest die Modelle bis 4″ Displaygröße sollten problemlos reingehen, also Nexus One, HTC Desire, Motorola Milestone und Defy, iPhone, ZTE Blade/Base Lutea, LG Optimus Speed, Xperia Arc, Xperia Play, usw. Laut Artikelbeschreibung bei Amazon passt auch das 4,3″ Desire HD rein , aber das kann ich nicht bestätigen – das Samsung Galaxy S2 passt nicht.

Was mir sehr gut gefällt gegenüber anderen Fahrradhalterungen ist die Tatsache, dass sich das Gerät in einer abnehmbaren Tasche befindet und somit ganz gut gegen Regen und Kratzer geschützt ist, aber auch gegen Diebstahl, weil man die Tasche einfach abklipsen und mitnehmen kann. Und ohne sie ist die Halterung wertlos. Die Tasche besitzt auch eine Öse, so dass man sie mittels Handschlaufe zusätzlich gegen den Absturz auf den Boden sichern kann. Der Halterungsteil für die Lenkstange sollte auf die üblichen Lenkergrößen passen – auf meinen Vorbau passt sie aber nicht, der ist zu dick.

Das Handy lässt sich je nach Vorliebe im Hoch- und im Querformat verwenden. Mit Hilfe der beiliegenden Moosgummi-Einlagen kann man das Gerät so einpassen, dass es sanft gegen die Folie gedrückt wird und es bedienbar bleibt – auch bei den inzwischen üblichen kapazitiven Displays – bei den druckempfindlichen Touchscreens muss man sich da ja noch weniger Sorgen machen. Ich bin daher rundum zufrieden mit diesem Produkt, auch der Preis ist mit unter 20 Euro akzeptabel. Wenn man über Amazon bei Navitech direkt bestellt, wird es von England aus versandt, man muss also mit ein paar Tagen Lieferzeit rechnen.

Bleibt die Frage, welche Apps man so ausprobieren könnte. Für den Anfang braucht man natürlich erstmal einen Tacho wie der ganz gut ausgestattete SpeedView. Dann gibts die üblichen Navisysteme, die teilweise auch Fahrradprofile bieten, wie z.B. Google Maps mit Navigation. Oder Anbieter speziell fürs Fahrrad, wie Naviki (basiert auf OpenStreetMap). Dann natürlich die ganzen Sport-Apps, teilweise mit Karten- und Navi-Funktion wie das von mir genutzte Run.GPS. Und schließlich lassen sich auch verschiedenste Kartenformate offline nutzen, z.B. über OruxMaps (hier ein guter Überblick).

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Android WLAN zu UMTS-Umschalt-Bug umgehen

Ich nutze das Google Nexus One als mein Hauptgerät und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Eine Sache stört mich aber sehr, weil sie mich im Alltag schon des öfteren behindert hat: die Umschaltung von einer WLAN-Datenverbindung zu einer mobilen Datenverbindung über UMTS (3G) oder GPRS/EDGE (2G), klappt nicht immer. Da ich kein Muster erkennen konnte, wußte ich auch nicht, wie ich Abhilfe schaffen sollte. Ich hatte diverse Apps ausprobiert (z.B. WiFi Fixer), aber keine hat zuverlässig funktioniert.

Vor kurzem habe ich aber im Android-Hilfe-Forum einen Thread gefunden, in dem der User TheChaos sich der Sache angenommen hat und eine eigene App entwickelt hat, die das Problem zwar nicht behebt, aber umgeht. Nach seinen Erkenntnissen tritt der Fehler immer dann auf, wenn eine WLAN-Verbindung länger als 3 Stunden verbunden war. Das würde erklären, warum nicht alle Android-Benutzer mit diesem Problem kämpfen, denn viele belassen es bei der Voreinstellung, dass WLAN im Standby-Betrieb (= Display aus) abgeschaltet wird. Da ich nur ein kleines Datenpaket habe, aber die meiste Zeit am Tag einen WLAN-Zugang nutzen kann, ist WLAN bei mir dauernd aktiv, damit Push-Notifications von GTalk und GMail funktionieren und mein Kontingent nicht belasten. Ich habe mich bisher damit beholfen, über das Energiesteuerungs-Widget vom 3G/2G-Betrieb auf reinen 2G-Betrieb umzuschalten, dann wurde wieder eine Datenverbindung aufgebaut.

Die App WiFiFixerFree (Link für Market auf Gerät) sorgt nun ganz einfach dafür, dass die mobile Datenverbindung über 2G/3G alle X Minuten (einstellbar) für ein paar Sekunden aktiv wird. Bei entsprechend kurzem Intervall klappt dann auch der Wechsel nach längerem WLAN-Betrieb. Ich habe als Einstellungen den network mode „enableMMS“ und das Trigger interval 150 Minuten gewählt (nähere Erläuterung im oben schon verlinkten Beitrag) und seitdem keine Probleme mehr gehabt. Dafür fünf Sterne von mir!

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Eigene Klingeltöne oder Hintergrundbilder bei Android einrichten

erfurtjacob fragt: Nachdem ich mich etwas mit dem Gerät beschäftigt habe, konnte ich noch nicht herausfinden, wie ich einen eigenen (nicht vorinstallierten) Klingelton + Wallpaper auswählen kann.
Vielleicht kannst du mir ja einen Tip geben ?

Diese beiden Themen sind wohl noch nicht völlig intuitiv gelöst. Meine Referenzlösung ist, die Dateien, die man als Klingelton bzw. als Hintergrundbild verwenden möchte, in den media-Ordner auf der SD-Karte ablegt. Genauer in bestimmte Unterverzeichnisse: media/audio/ringtones für Klingeltöne, media/audio/notifications für Benachrichtigungstöne, media/audio/alarms für Alarmtöne und media/wallpaper für Hintergrundbilder. Sollten die Verzeichnisse noch nicht existieren, kann man sie einfach anlegen.

Wenn man nun über „Home“ > „Menü“ > „Einstellungen“ zu „Töne“ wechselt, kann man die abgelegten MP3-Dateien in der Auswahl wiederfinden.

Bilder kann man als Hintergrund einrichten, indem man lange auf eine freie Fläche einer der Home-Screens tippt, dann „Hintergrundbilder“ antippt und anschließend die „Galerie“ als Quellapp auswählt. Dort sollten alle Bilder auf der SD-Karte erscheinen.

Nochmal etwas Werbung: wer die Speichergröße des Smartphones auf iPhone-Niveau heben möchte, sollte sich mal die micro-SDHC-Angebote bei Amazon ansehen: 16 GB Markenspeicher kosten da derzeit ca. 27 Euro, 32 GB gibts ab ca. 60 Euro.

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Unbranding, root-Rechte und Custom ROM für das Orange San Francisco

erfurtjacob fragt: Gibt es eine deutsche Anleitung, die gut erklärt, wie ich das ROM von Orange gegen das Rom vom MoDaCo-Forum wechseln kann ?

Ich habe mich nicht auf die Suche gemacht und weiß daher nicht, ob es gute deutschsprachige Anleitungen gibt. Ich erstelle einfach selbst mal eine. Grundlage für diesen Beitrag sind die drei Threads auf Android.MoDaCo.com: Superboot Root & MCRi, ClockworkMod Recovery und MoDaCo Custom ROM (MCR) downloads + Online Kitchen.

Hinweis: diese Anleitung gilt derzeit nur für die ursprünglich verkaufte Version mit OLED-Display. Für die inzwischen häufig anzutreffende  TFT-Version ist eine andere Vorgehensweise notwendig. Der User kuemmeltuerk hat hierfür eine ausführliche und bebilderte Anleitung im android-hilfe.de-Forum erstellt. 

Zunächst ein kurzer Überblick, was zu tun ist:

  • root-Rechte erlangen, damit man Zugriff auf die geschützten Partitionen hat, auf denen die „Wiederherstellungskonsole“ (Recovery) und das Betriebsystem samt Systemdateien (ROM) gespeichert sind.
  • Eine neue, erweiterte Wiederherstellungskonsole („Custom Recovery“) einspielen.
  • Über das Custom Recovery ein neues ROM einspielen.

Bevor ich beginne auch nochmal der obligatorische Hinweis, dass man mit dem Modifizieren seine Garantie aufs Spiel setzt – bei einem Gerät, das man aus Großbritannien importert hat und das so günstig ist, sicherlich zu verschmerzen.

Ich gliedere den Ablauf ein wenig anders als im englischen Forum, weil ich gleich alle drei Vorgänge in einem bearbeite.

  1. Herunterladen des Superboot-Image (Link im Thread) – es liegt auf einem MoDaCo-Server und hat folgenden MD5-Fingerabdruck: 03105bbbf5120535c8921075822a1b67
    Vor dem Download wird ein englischsprachiges Captcha abgefragt, das man gar nicht beantworten muss, bei mir startete der Download trotzdem. Der MD5-Fingerabdruck stellt sicher, dass der Download fehlerfrei erfolgte und keine Manipulation stattfand. Man kann ihn z.B. mit dem MD5summer (Open Source) überprüfen.
  2. Das ClockworkMod Recovery (Link im Thread) herunterladen – MD5: d7664757ec3d4862cc408b7304e4df8f
  3. Das Custom ROM herunterladen – für das MoDaCo-ROM nimmt man entweder das Standard-Paket, oder wenn man einen AdFree- oder Premium-Account hat, kann man im MCR-Thread die „Online Kitchen“ verwenden, um sich sein eigenes ROM zu „kochen“ (deswegen Küche), d.h. man kann zusammenklicken, welche Pakete man in seinem ROM enthalten haben möchte und welche nicht.
  4. Falls man (noch) kein Android SDK installiert hat (der Regelfall, wenn man kein Android-App-Entwickler ist), braucht man ein Toolpaket zum Einspielen („flashen“) vom PC aus: fastboot (Link im ersten Beitrag). Es enthält ausführbare Programmdateien für Windows, MacOS und Linux. Die ZIP-Datei irgendwo auf dem Rechner entpacken, wo man die Datein wiederfindet. Am besten einen eigenen Ordner dafür anlegen.
  5. Die Superboot-Datei und das ClockworkMod recovery in den gleichen Ordner legen, in den man fastboot entpackt hat.
  6. Das Custom ROM legt man als ZIP-Datei auf die SD-Karte im San Francisco. Dazu einfach das angeschaltete Handy per USB-Kabel verbinden und auf dem Gerät die USB-Freigabe aktivieren. Das macht man, indem man die Benachrichtungsleiste nach unten zieht, den entsprechenden Eintrag antippt und die Freigabe bestätigt. Das muss man bei Android übrigens jedes Mal machen, wenn man per USB auf die Speicherkarte zugreifen möchte. Es sollte nach kurzer Zeit ein neuer Laufwerksbuchstabe erscheinen. Das ZIP-File kopiert man einfach ins Hauptverzeichnis dieses Laufwerks.
  7. Nun braucht man eine sogenannte Kommandozeile: unter Mac OS und Linux heißt sie Terminal (Shell), unter Windows drückt man die Windowstaste in Kombination mit „R“ und gibt „cmd“ ein, was man mit der Enter-Taste bestätigt, um die Kommandozeile zu starten. Es sollte ein Textfenster aufgehen, welches anzeigt, wo man sich gerade im Dateisystem befindet.
  8. In den Ordner wechseln, in dem fastboot entpackt wurde: unter Windows geht das am einfachsten, indem man den Ordner über den Explorer öffnet, anschließend in die Adressleiste klickt und das dort angezeigte markiert und kopiert. Dann in der Kommandozeile „cd “ tippen und bevor man Enter drückt, über die rechte Maustaste den eben kopierten Pfad einfügen. Dann Enter drücken und als aktueller Pfad sollte das fastboot-Verzeichnis angezeigt werden.
    Jetzt ist alles soweit vorbereitet und man kann mit der Einspielung beginnen.
  9. Das Handy ausschalten (lange auf den Powertaster drücken und „Ausschalten“ bzw. „Power Off“ wählen). USB-Kabel abstecken, falls es angesteckt ist. Anschließend den Akku herausnehmen – das ist wichtig, sonst klappt der nächste Schritt nicht.
  10. Akku wieder einlegen, die „Lauter“-Taste gedrückt halten und das Smartphone wieder einschalten. Es müsste beim grünen Android-Logo stehen bleiben. Ansonsten ab Schritt 3 wiederholen.
  11. Das San Francisco wieder per USB-Kabel mit dem PC verbinden.
  12. Jetzt den Befehl fastboot-windows flash boot boot.blade.superboot.mcri.r3.img eingeben (respektive „fastboot-mac oder „sudo fastboot-linux statt „fastboot-windows – ohne Anführungszeichen).
  13. Auf dem Handydisplay sollte innerhalb weniger Sekunden eine Bestätigung des Einspielvorgangs zu sehen sein.
  14. Nun folgenden Befehl eingeben: fastboot-windows flash recovery recovery-clockwork-2.5.0.9-modaco-r2-blade.img
    Sollte das wider Erwarten an dieser Stelle fehlschlagen, muss man das Gerät einmal neu starten (siehe nächster Schritt), die Schritte ab 9 wiederholen und Schritte 12 und 13 überspringen.
  15. Jetzt braucht es einen Neustart, dazu fastboot-windows reboot eingeben. Das Handy sollte normal starten.
  16. Sobald das Gerät fertig gestartet hat, wieder ausschalten und diesmal mit der gedrückten „Leiser“-Taste wieder starten.
  17. Es erscheint nach dem Android-Logo das Menü der Wiederherstellungskonsole – sie steht allerdings auf dem Kopf.
  18. Zur Bedienung der Konsole: mit den Lautstärketasten wandert man nach oben und unten, mit der Home-Taste wählt man den markierten Eintrag aus und mit der zurück-Taste kommt man… zurück.
  19. Es empfiehlt sich, zunächst ein Backup durchzuführen, indem man zur Option „backup and restore“ wandert, mit Home auswählt und den Punkt „Backup“ gleich wieder mit Home bestätigt. Es wird einfach auf die SD-Karte geschrieben, und über den Punkt „Restore“ lässt sich so das ursprüngliche ROM wiederherstellen.
  20. Im Anschluss wählt man den Punkt „install zip from sdcard“, wählt über „choose zip from sdcard“ die auf der Speicherkarte abgelegte ROM-Datei aus und bestätigt dann mit Auswahl von „yes“ das Einspielen.
  21. Das frisch eingespielte ROM mit Reboot starten und sich an einem von Orange-Apps befreiten Android erfreuen. 🙂

Das Bootlogo ist zwar noch von Orange – aber wie man das austauscht, beschreibe ich vielleicht später mal. Möchte man später ein anderes Custom ROM einspielen, oder das MCR aktualisieren, weil eine neue Version erschienen ist, wiederholt man die Schritte ab 16. Bei ROM Updates gehen in der Regel keine Daten verloren, bei einem ROM-Wechsel empfiehlt es sich, die wipe-Optionen im Custom Recovery zu nutzen, um Probleme zu vermeiden.

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Billiges Android Smartphone: Orange San Francisco / ZTE Blade aus England

Im Rahmen der Beiträge rund um günstige Android-Smartphones unter 250 Euro muss ich ergänzen, dass das betagte und inzwischen ausgelaufene T-Mobile Pulse, das ich auch empfohlen hatte, nicht unbedingt für den Einstieg geeignet ist (für ernsthafte Nutzung erst recht nicht). Der interne Arbeitsspeicher ist so knapp bemessen, dass es laufend zu Problemen kommt, die sogar auf die „normalen“ Handyfunktionen Auswirkungen haben: manchmal führt der geringe Speicher dazu, dass SMS-Nachrichten nicht mehr empfangen werden können. Das ist natürlich ein Ausschlusskriterium für ein Handy. Und selbst wenn man wenige Apps parallel laufen lässt und Apps2ext/A2SD nutzt (ein Hack, um Apps auf die SD-Karte auszulagern und so Speicherplatz gewinnt), damit man nicht in solche Speicherprobleme läuft, hat man immer wieder mit der Performance zu kämpfen: ständig ist sogar die Geduld von Android selbst überschritten und man erhält Hinweise, dass eine App nicht mehr reagiert, obwohl sie einfach nur langsam ist. Meiner Freundin, der ich das Pulse vor gut einem Monat aufgeschwatzt hatte, ging das ziemlich auf die Nerven. Damit sie nicht irgendwann den Android-Smartphones ganz abschwört, habe ich also weiter die Augen offen gehalten für eine günstige Alternative.

Die erschien nun kürzlich in Form des Orange San Francisco – ein vom englischen Provider gebrandetes ZTE Blade. Schon allein die technischen Daten beeindrucken:  Android-Version 2.1 (Eclair), 8,9cm/3,5″ AMOLED-Display mit WVGA-Auflösung (800*480), 600 MHz Prozessor (QualComm MSM7227, wie im HTC Legend), GPS, Kompass, Bewegungssensor, UMTS/HSPA, Bluetooth, UKW Radio, 3,5mm Kopfhörer-Anschluss, microSD-Slot (bis 32GB, 2GB liegen bei) und jede Menge interner Speicher (512MB RAM) für das Ausführen von Applikationen – Probleme wie beim Pulse sind damit nicht zu erwarten. Der eigentliche Hammer ist dann aber der Preis: für nur 99 britische Pfund kann man das Gerät kaufen, allerdings nur in Verbindung mit einer Prepaid-SIM-Karte, die nochmal 10 Pfund kostet. Keine Frage, selbst damit ist das Gerät billiger als das Pulse (umgerechnet sind es ca. 125 Euro, plus Versand etc.) und hat mit großem Abstand das beste Preis-/Leistungsverhältnis bei Android-Smartphones.
Die einzigen Hürden, die es zu überwinden gilt, sind der SIM-Lock und die Beschaffung von Deutschland aus. Ersteres lässt sich mit einem entsprechenden Unlock-Code, den es für ca. 5 Euro zu haben gibt, bewerkstelligen und stellt eine geringe Hürde dar, aber der Kauf an sich kostet größere Mühen und beinhaltet Risiken. Denn leider erlaubt der Online Store von Orange nur die Bezahlung mit Kreditkarte, deren Adresse auf die gleiche englische Anschrift lauten muss wie der des Empfängers des Pakets. Damit ist es nicht möglich, Postfach-Dienste wie Borderlinx zu nutzen.

Wenn man keinen Bekannten in England hat, bietet sich letztlich an, das Gerät über ebay zu bestellen. Das ist wie gesagt mit gewissen Risiken verbunden, denen man sich bewusst sein muss. Ich selber habe nach einem Verkäufer mit vielen und möglichst ausschließlich positiven Bewertungen gesucht, der auch ins Ausland versendet. Der, den ich ausgemacht habe, hat zwar einen ordentlichen Aufschlag verlangt, hat dafür bereits im Vorfeld den SIM-Lock entfernt und nützliches Zubehör beigelegt, wie Displayschutzfolie, eine Tasche (die leider zu klein ist, dafür unserer DigiCam gut steht) und – bsesonders lobenswert, weil selbst in der Artikelbeschreibung nicht erwähnt – einen Adapter, um den britischen Ladestecker in eine deutsche Steckdose zu bekommen. Zusammen mit den Versandkosten kam ich so auf einen Aufpreis von 50 Euro, die es aber allemal wert sind, denn für die Hardware zahlt man sonst eher das doppelte.

Der erste Eindruck bestätigt, dass es sich um ein wahres Schnäppchen handelt: das Gerät reagiert zügig auf alle Eingaben, hat ein mit dem Google Nexus One/HTC Desire (OLED-Version, seit September werden sie ja mit SLCD ausgeliefert) vergleichbares Display, ist gut verarbeitet und macht einfach Laune. Die Schale des Geräts ist gummiert und wird von zwei Chromleisten an der Seite flankiert, in dem der Lautstärkeregler eingelassen ist. Unter dem Display befinden sich drei beleuchtete Hardware-Tasten für „Home“, „Menü“ und „Zurück“, welche sich gut definiert bedienen lassen. Auf eine Cursornavigation per Trackball oder -pad muss man verzichten. Der MicroSD-Slot befindet sich zusammen mit dem SIM-Slot unter dem Akku. Ein ständiges Wechseln ist also sehr umständlich, vor allem auch, weil sich der Akkudeckel nur schwierig entfernen lässt. daher sind große microSDHC-Karten wie die 16GB-Karten (z.B. von Sandisk, Class 2, bei Amazon derzeit ca. 27 Euro, nutze ich selber) oder die neuerdings erhältlichen 32GB MicroSD-Karten (z.B. Transcend, Class 2, bei Amazon ca. 60 Euro, oder SanDisk, Class 2, bei Amazon ca. 82 Euro) empfehlenswert. Der schnelle USB 2.0-Anschluss (MicroUSB) befindet sich auf der linken Seite oben und ist gleichzeitig die EU-konforme Ladebuchse. Über die Einstellungen lässt sich das Laden bei USB-Datenverbindungen zum PC unterbinden – eine akkuschonende Maßnahme, um Ladezyklen zu vermeiden.

Als deutscher Nutzer kann man mit dem ausgelieferten Gerät zunächst nicht auf eine deutsche Oberfläche umschalten, die App „MoreLocale 2“ schafft hier aber einfach Abhilfe. Die von Orange vorinstallierten Apps sind hierzulande nicht brauchbar, man muss sie also ignorieren –  oder sich alternativ an von der Android-Community erstellte Custom ROMs herantrauen. Das MoDaCo-Forum hält hierfür alles notwendige bereit: mit dem Superboot erlangt man root-Rechte, und mit diesen kann man das Notfall-Betriebssystem, das bei jedem Gerät vorhanden ist und für den Service gedacht ist, mit einer erweiterten Version, z.B. dem ClockworkMod-Recovery, austauschen. Mit letzterem lässt sich dann ein alternatives ROM wie beispielsweise das MoDaCo-ROM MCR r3 installieren. Anleitungen finden sich in den jeweils verlinkten Forenthreads. Ich habe für die Installation einer Orange-freien Version nicht mal eine Stunde benötigt. Dank der ebenfalls verfügbaren Original-Software lässt sich das auch alles einfach rückgängig machen.

Alles in allem ist das Orange San Francisco ein rundum empfehlenswertes Gerät, besonders wegen des unschlagbaren Preises. Ein Manko möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: die WLAN-Verbindung bleibt nicht dauerhaft erhalten. Es kommt immer wieder vor, dass das Gerät im Standby die Verbindung verliert, auch wenn man in den WiFi-Richtlinien ein anderes Verhalten festlegt. Es gibt Apps, die die WLAN-Verbindung in solchen Fällen automatisch wiederherstellen (z.B. WiFi Fixer) , letztlich bleibt aber Nachbesserungsbedarf seitens des Herstellers – oder der Android-Community.

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