Archiv der Kategorie: Smartphone

Externer Zusatzakku fürs Smartphone

Der Zigarettenanzünder in meinem Auto ist defekt, dadurch habe ich Probleme, mein Smartphone auf längeren Fahrten als Navi zu nutzen, weil der Akku nach 3-4 Stunden GPS-Nutzung schlapp macht. Die Reparatur ist aufwändig, da die Buchse im hinteren Teil der Mittelkonsole liegt, und eine Werkstatt verlangt einen dreistelligen Betrag für die Instandsetzung, daher habe ich mich für die Lösung eines externen Zusatzakkus entschieden. Er hat ja auch weitere Einsatzgebiete als nur im KFZ, zum Beispiel auf Rad- oder Wandertouren, oder generell im Urlaub, wenn man viel unterwegs ist und selten länger eine Steckdose in der Nähe hat.
Ich habe mich für folgende „Power Bank“ entschieden:

Zum einen hat dieser Akku ein tolles Preis/Leistungs-Verhältnis, da er eine hohe Kapazität von 11000mAh bietet. Das bedeutet, er kann beispielsweise ein iPhone 4S, welches einen Akku mit 1450mAh eingebaut hat, mehr als sieben Mal wieder aufladen, bevor man ihn selbst wieder aufladen muss.
Dann bietet der Akku zwei USB-Buchsen, so dass man neben dem Smartphone auch gleich noch Zubehör aufladen kann, etwa ein Bluetooth-Headset, einen Pulsgurt, oder einen Aktivlautsprecher, die ja meist ebenfalls über USB ladbar sind.
Er ist zwar mit ca. 300g kein Leichtgewicht, hat dafür aber ein robustes Metallgehäuse. Klein ist er nicht, ein wenig größer als ein iPhone und deutlich dicker, aber das ist eben seiner Kapazität geschuldet.
Wichtig ist, dass man das beiligende Kabel mit den Adaptern (für iPhone/iPad, Nokia, SonyEricsson, MiniUSB und MicroUSB) benutzt, weil damit die Schnellladung wie an der Steckdose möglich ist. Mit „normalen“ USB-Kabeln braucht das Smartphnone deutlich länger, bis es wieder voll aufgeladen ist. Will man aber partout ein normales USB-Kabel nutzen, erreicht man den gleichen Effekt mit diesem Adapter, der nicht nur am Samsung Galaxy Tab funktioniert.

Ich bin hochzufrieden mit dem Zusatzakku, er hat tatsächlich so viel Kapazität wie angegeben, da ich mein Samsung Galaxy Nexus mit 1750mAh-Akku ganze sechs Mal aufladen konnte, deswegen hier meine Kaufempfehlung!

Android Market geht in Google Play auf

Aus dem Android Market wurde gestern allgemeiner Google Play – hat ja auch keinen Sinn gemacht, MP3s und eBooks nur über den Android Market kaufen zu können. In dem Zusammenhang gibt es anscheinend ein paar Apps im Angebot. Wer sie noch nicht hat: SwiftKey X ist wirklich eine empfehlenswerte Tastatur. Aber auch alle anderen Apps sind mehr als nur einen Blick wert.
Außerdem scheint Google jetzt endlich mal auf die Amazon Appstore Free App Of The Day zu reagieren – wenn auch nicht kostenlos, so zumindest auf 20 Cent reduziert, und in mehreren Kategorien (Apps, Musik, eBooks).

Fahrrad-Halterung für Smartphones

F.B. aus M.: Ich möchte mein Smartphone für die Fahrrad-Navigation verwenden – welche Halterung empfiehlst Du?

Ich habe mir diese Halterung von Navitech (Alternativlink, falls ausverkauft) aus England gekauft. Sie ist universell für die meisten Smartphones einsetzbar, zumindest die Modelle bis 4″ Displaygröße sollten problemlos reingehen, also Nexus One, HTC Desire, Motorola Milestone und Defy, iPhone, ZTE Blade/Base Lutea, LG Optimus Speed, Xperia Arc, Xperia Play, usw. Laut Artikelbeschreibung bei Amazon passt auch das 4,3″ Desire HD rein , aber das kann ich nicht bestätigen – das Samsung Galaxy S2 passt nicht.

Was mir sehr gut gefällt gegenüber anderen Fahrradhalterungen ist die Tatsache, dass sich das Gerät in einer abnehmbaren Tasche befindet und somit ganz gut gegen Regen und Kratzer geschützt ist, aber auch gegen Diebstahl, weil man die Tasche einfach abklipsen und mitnehmen kann. Und ohne sie ist die Halterung wertlos. Die Tasche besitzt auch eine Öse, so dass man sie mittels Handschlaufe zusätzlich gegen den Absturz auf den Boden sichern kann. Der Halterungsteil für die Lenkstange sollte auf die üblichen Lenkergrößen passen – auf meinen Vorbau passt sie aber nicht, der ist zu dick.

Das Handy lässt sich je nach Vorliebe im Hoch- und im Querformat verwenden. Mit Hilfe der beiliegenden Moosgummi-Einlagen kann man das Gerät so einpassen, dass es sanft gegen die Folie gedrückt wird und es bedienbar bleibt – auch bei den inzwischen üblichen kapazitiven Displays – bei den druckempfindlichen Touchscreens muss man sich da ja noch weniger Sorgen machen. Ich bin daher rundum zufrieden mit diesem Produkt, auch der Preis ist mit unter 20 Euro akzeptabel. Wenn man über Amazon bei Navitech direkt bestellt, wird es von England aus versandt, man muss also mit ein paar Tagen Lieferzeit rechnen.

Bleibt die Frage, welche Apps man so ausprobieren könnte. Für den Anfang braucht man natürlich erstmal einen Tacho wie der ganz gut ausgestattete SpeedView. Dann gibts die üblichen Navisysteme, die teilweise auch Fahrradprofile bieten, wie z.B. Google Maps mit Navigation. Oder Anbieter speziell fürs Fahrrad, wie Naviki (basiert auf OpenStreetMap). Dann natürlich die ganzen Sport-Apps, teilweise mit Karten- und Navi-Funktion wie das von mir genutzte Run.GPS. Und schließlich lassen sich auch verschiedenste Kartenformate offline nutzen, z.B. über OruxMaps (hier ein guter Überblick).

Android WLAN zu UMTS-Umschalt-Bug umgehen

Ich nutze das Google Nexus One als mein Hauptgerät und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Eine Sache stört mich aber sehr, weil sie mich im Alltag schon des öfteren behindert hat: die Umschaltung von einer WLAN-Datenverbindung zu einer mobilen Datenverbindung über UMTS (3G) oder GPRS/EDGE (2G), klappt nicht immer. Da ich kein Muster erkennen konnte, wußte ich auch nicht, wie ich Abhilfe schaffen sollte. Ich hatte diverse Apps ausprobiert (z.B. WiFi Fixer), aber keine hat zuverlässig funktioniert.

Vor kurzem habe ich aber im Android-Hilfe-Forum einen Thread gefunden, in dem der User TheChaos sich der Sache angenommen hat und eine eigene App entwickelt hat, die das Problem zwar nicht behebt, aber umgeht. Nach seinen Erkenntnissen tritt der Fehler immer dann auf, wenn eine WLAN-Verbindung länger als 3 Stunden verbunden war. Das würde erklären, warum nicht alle Android-Benutzer mit diesem Problem kämpfen, denn viele belassen es bei der Voreinstellung, dass WLAN im Standby-Betrieb (= Display aus) abgeschaltet wird. Da ich nur ein kleines Datenpaket habe, aber die meiste Zeit am Tag einen WLAN-Zugang nutzen kann, ist WLAN bei mir dauernd aktiv, damit Push-Notifications von GTalk und GMail funktionieren und mein Kontingent nicht belasten. Ich habe mich bisher damit beholfen, über das Energiesteuerungs-Widget vom 3G/2G-Betrieb auf reinen 2G-Betrieb umzuschalten, dann wurde wieder eine Datenverbindung aufgebaut.

Die App WiFiFixerFree (Link für Market auf Gerät) sorgt nun ganz einfach dafür, dass die mobile Datenverbindung über 2G/3G alle X Minuten (einstellbar) für ein paar Sekunden aktiv wird. Bei entsprechend kurzem Intervall klappt dann auch der Wechsel nach längerem WLAN-Betrieb. Ich habe als Einstellungen den network mode „enableMMS“ und das Trigger interval 150 Minuten gewählt (nähere Erläuterung im oben schon verlinkten Beitrag) und seitdem keine Probleme mehr gehabt. Dafür fünf Sterne von mir!

Eigene Klingeltöne oder Hintergrundbilder bei Android einrichten

erfurtjacob fragt: Nachdem ich mich etwas mit dem Gerät beschäftigt habe, konnte ich noch nicht herausfinden, wie ich einen eigenen (nicht vorinstallierten) Klingelton + Wallpaper auswählen kann.
Vielleicht kannst du mir ja einen Tip geben ?

Diese beiden Themen sind wohl noch nicht völlig intuitiv gelöst. Meine Referenzlösung ist, die Dateien, die man als Klingelton bzw. als Hintergrundbild verwenden möchte, in den media-Ordner auf der SD-Karte ablegt. Genauer in bestimmte Unterverzeichnisse: media/audio/ringtones für Klingeltöne, media/audio/notifications für Benachrichtigungstöne, media/audio/alarms für Alarmtöne und media/wallpaper für Hintergrundbilder. Sollten die Verzeichnisse noch nicht existieren, kann man sie einfach anlegen.

Wenn man nun über „Home“ > „Menü“ > „Einstellungen“ zu „Töne“ wechselt, kann man die abgelegten MP3-Dateien in der Auswahl wiederfinden.

Bilder kann man als Hintergrund einrichten, indem man lange auf eine freie Fläche einer der Home-Screens tippt, dann „Hintergrundbilder“ antippt und anschließend die „Galerie“ als Quellapp auswählt. Dort sollten alle Bilder auf der SD-Karte erscheinen.

Nochmal etwas Werbung: wer die Speichergröße des Smartphones auf iPhone-Niveau heben möchte, sollte sich mal die micro-SDHC-Angebote bei Amazon ansehen: 16 GB Markenspeicher kosten da derzeit ca. 27 Euro, 32 GB gibts ab ca. 60 Euro.

Unbranding, root-Rechte und Custom ROM für das Orange San Francisco

erfurtjacob fragt: Gibt es eine deutsche Anleitung, die gut erklärt, wie ich das ROM von Orange gegen das Rom vom MoDaCo-Forum wechseln kann ?

Ich habe mich nicht auf die Suche gemacht und weiß daher nicht, ob es gute deutschsprachige Anleitungen gibt. Ich erstelle einfach selbst mal eine. Grundlage für diesen Beitrag sind die drei Threads auf Android.MoDaCo.com: Superboot Root & MCRi, ClockworkMod Recovery und MoDaCo Custom ROM (MCR) downloads + Online Kitchen.

Hinweis: diese Anleitung gilt derzeit nur für die ursprünglich verkaufte Version mit OLED-Display. Für die inzwischen häufig anzutreffende  TFT-Version ist eine andere Vorgehensweise notwendig. Der User kuemmeltuerk hat hierfür eine ausführliche und bebilderte Anleitung im android-hilfe.de-Forum erstellt. 

Zunächst ein kurzer Überblick, was zu tun ist:

  • root-Rechte erlangen, damit man Zugriff auf die geschützten Partitionen hat, auf denen die „Wiederherstellungskonsole“ (Recovery) und das Betriebsystem samt Systemdateien (ROM) gespeichert sind.
  • Eine neue, erweiterte Wiederherstellungskonsole („Custom Recovery“) einspielen.
  • Über das Custom Recovery ein neues ROM einspielen.

Bevor ich beginne auch nochmal der obligatorische Hinweis, dass man mit dem Modifizieren seine Garantie aufs Spiel setzt – bei einem Gerät, das man aus Großbritannien importert hat und das so günstig ist, sicherlich zu verschmerzen.

Ich gliedere den Ablauf ein wenig anders als im englischen Forum, weil ich gleich alle drei Vorgänge in einem bearbeite.

  1. Herunterladen des Superboot-Image (Link im Thread) – es liegt auf einem MoDaCo-Server und hat folgenden MD5-Fingerabdruck: 03105bbbf5120535c8921075822a1b67
    Vor dem Download wird ein englischsprachiges Captcha abgefragt, das man gar nicht beantworten muss, bei mir startete der Download trotzdem. Der MD5-Fingerabdruck stellt sicher, dass der Download fehlerfrei erfolgte und keine Manipulation stattfand. Man kann ihn z.B. mit dem MD5summer (Open Source) überprüfen.
  2. Das ClockworkMod Recovery (Link im Thread) herunterladen – MD5: d7664757ec3d4862cc408b7304e4df8f
  3. Das Custom ROM herunterladen – für das MoDaCo-ROM nimmt man entweder das Standard-Paket, oder wenn man einen AdFree- oder Premium-Account hat, kann man im MCR-Thread die „Online Kitchen“ verwenden, um sich sein eigenes ROM zu „kochen“ (deswegen Küche), d.h. man kann zusammenklicken, welche Pakete man in seinem ROM enthalten haben möchte und welche nicht.
  4. Falls man (noch) kein Android SDK installiert hat (der Regelfall, wenn man kein Android-App-Entwickler ist), braucht man ein Toolpaket zum Einspielen („flashen“) vom PC aus: fastboot (Link im ersten Beitrag). Es enthält ausführbare Programmdateien für Windows, MacOS und Linux. Die ZIP-Datei irgendwo auf dem Rechner entpacken, wo man die Datein wiederfindet. Am besten einen eigenen Ordner dafür anlegen.
  5. Die Superboot-Datei und das ClockworkMod recovery in den gleichen Ordner legen, in den man fastboot entpackt hat.
  6. Das Custom ROM legt man als ZIP-Datei auf die SD-Karte im San Francisco. Dazu einfach das angeschaltete Handy per USB-Kabel verbinden und auf dem Gerät die USB-Freigabe aktivieren. Das macht man, indem man die Benachrichtungsleiste nach unten zieht, den entsprechenden Eintrag antippt und die Freigabe bestätigt. Das muss man bei Android übrigens jedes Mal machen, wenn man per USB auf die Speicherkarte zugreifen möchte. Es sollte nach kurzer Zeit ein neuer Laufwerksbuchstabe erscheinen. Das ZIP-File kopiert man einfach ins Hauptverzeichnis dieses Laufwerks.
  7. Nun braucht man eine sogenannte Kommandozeile: unter Mac OS und Linux heißt sie Terminal (Shell), unter Windows drückt man die Windowstaste in Kombination mit „R“ und gibt „cmd“ ein, was man mit der Enter-Taste bestätigt, um die Kommandozeile zu starten. Es sollte ein Textfenster aufgehen, welches anzeigt, wo man sich gerade im Dateisystem befindet.
  8. In den Ordner wechseln, in dem fastboot entpackt wurde: unter Windows geht das am einfachsten, indem man den Ordner über den Explorer öffnet, anschließend in die Adressleiste klickt und das dort angezeigte markiert und kopiert. Dann in der Kommandozeile „cd “ tippen und bevor man Enter drückt, über die rechte Maustaste den eben kopierten Pfad einfügen. Dann Enter drücken und als aktueller Pfad sollte das fastboot-Verzeichnis angezeigt werden.
    Jetzt ist alles soweit vorbereitet und man kann mit der Einspielung beginnen.
  9. Das Handy ausschalten (lange auf den Powertaster drücken und „Ausschalten“ bzw. „Power Off“ wählen). USB-Kabel abstecken, falls es angesteckt ist. Anschließend den Akku herausnehmen – das ist wichtig, sonst klappt der nächste Schritt nicht.
  10. Akku wieder einlegen, die „Lauter“-Taste gedrückt halten und das Smartphone wieder einschalten. Es müsste beim grünen Android-Logo stehen bleiben. Ansonsten ab Schritt 3 wiederholen.
  11. Das San Francisco wieder per USB-Kabel mit dem PC verbinden.
  12. Jetzt den Befehl fastboot-windows flash boot boot.blade.superboot.mcri.r3.img eingeben (respektive „fastboot-mac oder „sudo fastboot-linux statt „fastboot-windows – ohne Anführungszeichen).
  13. Auf dem Handydisplay sollte innerhalb weniger Sekunden eine Bestätigung des Einspielvorgangs zu sehen sein.
  14. Nun folgenden Befehl eingeben: fastboot-windows flash recovery recovery-clockwork-2.5.0.9-modaco-r2-blade.img
    Sollte das wider Erwarten an dieser Stelle fehlschlagen, muss man das Gerät einmal neu starten (siehe nächster Schritt), die Schritte ab 9 wiederholen und Schritte 12 und 13 überspringen.
  15. Jetzt braucht es einen Neustart, dazu fastboot-windows reboot eingeben. Das Handy sollte normal starten.
  16. Sobald das Gerät fertig gestartet hat, wieder ausschalten und diesmal mit der gedrückten „Leiser“-Taste wieder starten.
  17. Es erscheint nach dem Android-Logo das Menü der Wiederherstellungskonsole – sie steht allerdings auf dem Kopf.
  18. Zur Bedienung der Konsole: mit den Lautstärketasten wandert man nach oben und unten, mit der Home-Taste wählt man den markierten Eintrag aus und mit der zurück-Taste kommt man… zurück.
  19. Es empfiehlt sich, zunächst ein Backup durchzuführen, indem man zur Option „backup and restore“ wandert, mit Home auswählt und den Punkt „Backup“ gleich wieder mit Home bestätigt. Es wird einfach auf die SD-Karte geschrieben, und über den Punkt „Restore“ lässt sich so das ursprüngliche ROM wiederherstellen.
  20. Im Anschluss wählt man den Punkt „install zip from sdcard“, wählt über „choose zip from sdcard“ die auf der Speicherkarte abgelegte ROM-Datei aus und bestätigt dann mit Auswahl von „yes“ das Einspielen.
  21. Das frisch eingespielte ROM mit Reboot starten und sich an einem von Orange-Apps befreiten Android erfreuen. 🙂

Das Bootlogo ist zwar noch von Orange – aber wie man das austauscht, beschreibe ich vielleicht später mal. Möchte man später ein anderes Custom ROM einspielen, oder das MCR aktualisieren, weil eine neue Version erschienen ist, wiederholt man die Schritte ab 16. Bei ROM Updates gehen in der Regel keine Daten verloren, bei einem ROM-Wechsel empfiehlt es sich, die wipe-Optionen im Custom Recovery zu nutzen, um Probleme zu vermeiden.

Billiges Android Smartphone: Orange San Francisco / ZTE Blade aus England

Im Rahmen der Beiträge rund um günstige Android-Smartphones unter 250 Euro muss ich ergänzen, dass das betagte und inzwischen ausgelaufene T-Mobile Pulse, das ich auch empfohlen hatte, nicht unbedingt für den Einstieg geeignet ist (für ernsthafte Nutzung erst recht nicht). Der interne Arbeitsspeicher ist so knapp bemessen, dass es laufend zu Problemen kommt, die sogar auf die „normalen“ Handyfunktionen Auswirkungen haben: manchmal führt der geringe Speicher dazu, dass SMS-Nachrichten nicht mehr empfangen werden können. Das ist natürlich ein Ausschlusskriterium für ein Handy. Und selbst wenn man wenige Apps parallel laufen lässt und Apps2ext/A2SD nutzt (ein Hack, um Apps auf die SD-Karte auszulagern und so Speicherplatz gewinnt), damit man nicht in solche Speicherprobleme läuft, hat man immer wieder mit der Performance zu kämpfen: ständig ist sogar die Geduld von Android selbst überschritten und man erhält Hinweise, dass eine App nicht mehr reagiert, obwohl sie einfach nur langsam ist. Meiner Freundin, der ich das Pulse vor gut einem Monat aufgeschwatzt hatte, ging das ziemlich auf die Nerven. Damit sie nicht irgendwann den Android-Smartphones ganz abschwört, habe ich also weiter die Augen offen gehalten für eine günstige Alternative.

Die erschien nun kürzlich in Form des Orange San Francisco – ein vom englischen Provider gebrandetes ZTE Blade. Schon allein die technischen Daten beeindrucken:  Android-Version 2.1 (Eclair), 8,9cm/3,5″ AMOLED-Display mit WVGA-Auflösung (800*480), 600 MHz Prozessor (QualComm MSM7227, wie im HTC Legend), GPS, Kompass, Bewegungssensor, UMTS/HSPA, Bluetooth, UKW Radio, 3,5mm Kopfhörer-Anschluss, microSD-Slot (bis 32GB, 2GB liegen bei) und jede Menge interner Speicher (512MB RAM) für das Ausführen von Applikationen – Probleme wie beim Pulse sind damit nicht zu erwarten. Der eigentliche Hammer ist dann aber der Preis: für nur 99 britische Pfund kann man das Gerät kaufen, allerdings nur in Verbindung mit einer Prepaid-SIM-Karte, die nochmal 10 Pfund kostet. Keine Frage, selbst damit ist das Gerät billiger als das Pulse (umgerechnet sind es ca. 125 Euro, plus Versand etc.) und hat mit großem Abstand das beste Preis-/Leistungsverhältnis bei Android-Smartphones.
Die einzigen Hürden, die es zu überwinden gilt, sind der SIM-Lock und die Beschaffung von Deutschland aus. Ersteres lässt sich mit einem entsprechenden Unlock-Code, den es für ca. 5 Euro zu haben gibt, bewerkstelligen und stellt eine geringe Hürde dar, aber der Kauf an sich kostet größere Mühen und beinhaltet Risiken. Denn leider erlaubt der Online Store von Orange nur die Bezahlung mit Kreditkarte, deren Adresse auf die gleiche englische Anschrift lauten muss wie der des Empfängers des Pakets. Damit ist es nicht möglich, Postfach-Dienste wie Borderlinx zu nutzen.

Wenn man keinen Bekannten in England hat, bietet sich letztlich an, das Gerät über ebay zu bestellen. Das ist wie gesagt mit gewissen Risiken verbunden, denen man sich bewusst sein muss. Ich selber habe nach einem Verkäufer mit vielen und möglichst ausschließlich positiven Bewertungen gesucht, der auch ins Ausland versendet. Der, den ich ausgemacht habe, hat zwar einen ordentlichen Aufschlag verlangt, hat dafür bereits im Vorfeld den SIM-Lock entfernt und nützliches Zubehör beigelegt, wie Displayschutzfolie, eine Tasche (die leider zu klein ist, dafür unserer DigiCam gut steht) und – bsesonders lobenswert, weil selbst in der Artikelbeschreibung nicht erwähnt – einen Adapter, um den britischen Ladestecker in eine deutsche Steckdose zu bekommen. Zusammen mit den Versandkosten kam ich so auf einen Aufpreis von 50 Euro, die es aber allemal wert sind, denn für die Hardware zahlt man sonst eher das doppelte.

Der erste Eindruck bestätigt, dass es sich um ein wahres Schnäppchen handelt: das Gerät reagiert zügig auf alle Eingaben, hat ein mit dem Google Nexus One/HTC Desire (OLED-Version, seit September werden sie ja mit SLCD ausgeliefert) vergleichbares Display, ist gut verarbeitet und macht einfach Laune. Die Schale des Geräts ist gummiert und wird von zwei Chromleisten an der Seite flankiert, in dem der Lautstärkeregler eingelassen ist. Unter dem Display befinden sich drei beleuchtete Hardware-Tasten für „Home“, „Menü“ und „Zurück“, welche sich gut definiert bedienen lassen. Auf eine Cursornavigation per Trackball oder -pad muss man verzichten. Der MicroSD-Slot befindet sich zusammen mit dem SIM-Slot unter dem Akku. Ein ständiges Wechseln ist also sehr umständlich, vor allem auch, weil sich der Akkudeckel nur schwierig entfernen lässt. daher sind große microSDHC-Karten wie die 16GB-Karten (z.B. von Sandisk, Class 2, bei Amazon derzeit ca. 27 Euro, nutze ich selber) oder die neuerdings erhältlichen 32GB MicroSD-Karten (z.B. Transcend, Class 2, bei Amazon ca. 60 Euro, oder SanDisk, Class 2, bei Amazon ca. 82 Euro) empfehlenswert. Der schnelle USB 2.0-Anschluss (MicroUSB) befindet sich auf der linken Seite oben und ist gleichzeitig die EU-konforme Ladebuchse. Über die Einstellungen lässt sich das Laden bei USB-Datenverbindungen zum PC unterbinden – eine akkuschonende Maßnahme, um Ladezyklen zu vermeiden.

Als deutscher Nutzer kann man mit dem ausgelieferten Gerät zunächst nicht auf eine deutsche Oberfläche umschalten, die App „MoreLocale 2“ schafft hier aber einfach Abhilfe. Die von Orange vorinstallierten Apps sind hierzulande nicht brauchbar, man muss sie also ignorieren –  oder sich alternativ an von der Android-Community erstellte Custom ROMs herantrauen. Das MoDaCo-Forum hält hierfür alles notwendige bereit: mit dem Superboot erlangt man root-Rechte, und mit diesen kann man das Notfall-Betriebssystem, das bei jedem Gerät vorhanden ist und für den Service gedacht ist, mit einer erweiterten Version, z.B. dem ClockworkMod-Recovery, austauschen. Mit letzterem lässt sich dann ein alternatives ROM wie beispielsweise das MoDaCo-ROM MCR r3 installieren. Anleitungen finden sich in den jeweils verlinkten Forenthreads. Ich habe für die Installation einer Orange-freien Version nicht mal eine Stunde benötigt. Dank der ebenfalls verfügbaren Original-Software lässt sich das auch alles einfach rückgängig machen.

Alles in allem ist das Orange San Francisco ein rundum empfehlenswertes Gerät, besonders wegen des unschlagbaren Preises. Ein Manko möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: die WLAN-Verbindung bleibt nicht dauerhaft erhalten. Es kommt immer wieder vor, dass das Gerät im Standby die Verbindung verliert, auch wenn man in den WiFi-Richtlinien ein anderes Verhalten festlegt. Es gibt Apps, die die WLAN-Verbindung in solchen Fällen automatisch wiederherstellen (z.B. WiFi Fixer) , letztlich bleibt aber Nachbesserungsbedarf seitens des Herstellers – oder der Android-Community.

Günstiges Samsung Galaxy Spica – Android Handy mit 2.1 (Eclair)

Eben habe ich entdeckt, dass es das Samsung Galaxy i5700 Spica bei dicon.de für 219,- Euro plus Versandkosten gibt – zu dem Preis definitiv eine überlegenswerte Alternative für den Android-Einstieg!

Bei O2 gibt es das Samsung Galaxy i7500 derzeit für 240,- Euro in der Sonderfarbe weiß, was insofern interessant ist, als dass man es über O2 MyHandy zu 0% finanzieren kann. Außerdem hat es ein AMOLED-Display, das im Vergleich zum TFT des Spica kräftigere Farben bietet. Der Pferdefuß ist aber, dass es nur mit Android 1.6 ausgeliefert wird, was ein paar Einschränkungen, insbesondere bei der Bluetooth-Nutzung, mit sich bringt.

Android Smartphones für ca. 250 Euro

M.A. aus München fragt: Welches Android-Handy für einen Preis um die 250 Euro kannst Du derzeit empfehlen?

Update 1: Ergänzungen zum T-Mobile Pulse, das doch nur mit Android 1.5 (Cupcake) ausgeliefert wird.
Update 2: Ergänzung des Acer BeTouch E400, das inzwischen verfügbar ist.
Update 3: Das HTC Hero kostet eigentlich noch ca. 330 Euro, aber mit T-Mobile-Branding ist es auch für ca. 265 Euro erhältlich und rutscht nahe an die Preisgrenze ran, daher mein aktueller Kauftipp! Außerdem ist das Vodafone 845 inzwischen erhältlich.
Update 4: Das Samsung Galaxy Spica gibts für 219,- Euro plus Versand.

Angesichts der aktuellen Verkaufszahlen von ca. 160.000 Geräten pro Tag ist Android das aktuell beliebteste Smartphone-Betriebssytem neben dem i(Phone)OS. Und da man bei letzterem mindestens 600 Euro in die Hand und einige Importmühen (oder einen T-Mobile-Vertrag) auf sich nehmen muss, fällt die Entscheidung für Leute, die nicht so viel Geld für ein Handy ausgeben wollen, relativ leicht: inzwischen gibt es eine Reihe von Android-Geräten zu einem Preis um die 250 Euro. Natürlich sind bei solch einem Preis Abstriche zu machen, meistens ist das Display und die Auflösung desselben klein, manchmal fehlen weitere Features wie z.B. WLAN oder Bluetooth. Oft handelt es sich auch um Auslaufmodelle mit veralteter Android-Version. Gerade letzteres ist ein nicht unerheblicher Aspekt, wenn man sieht, welch tolle neue Features mit der aktuellsten Version auf das Gerät kommen. Ich würde daher stets großes Augenmerk darauf legen, dass entweder der Hersteller Updates angekündigt hat, oder das Modell von der Community gut unterstützt wird. Letzteres zeigt sich beispielsweise beim T-Mobile G1, dem ersten Android-Phone auf dem deutschen Markt: auch wenn es von T-Mobile kein offizielles Update über 1.6 hinaus gibt, hat die Community bereits eine Froyo-Version (Android 2.2) angekündigt.

Ich habe mal ein wenig recherchiert, was man in Deutschland derzeit so als günstiges Gerät kaufen kann (die Oberklasse lasse ich in diesem Artikel bewusst außen vor; ich habe mit Ausnahme des G1 keines der Geräte in Händen gehalten und gehe rein von gelesenen Testberichten, Forenbeiträgen und den Datenblättern aus):

  • Acer beTouch E110
    Straßenpreis: ca. 160 Euro
    Display: 2,7″ (7,1 cm) bei 240*320
    Android-Version: 1.5
    Besitzt zwar ein Radio und GPS, aber kein WLAN, ist also nur mit gutem Datentarif (ich empfehle 1GB) brauchbar. Ist nur leider bei Android 1.5 stehen geblieben, die Bluetooth-Funktionen sind da beispielsweise noch rudimentär zu nennen.
  • Acer beTouch E400
    Straßenpreis: ca. 250 Eruo
    Display: 3,2″ (8,1 cm) bei 320*480 (HVGA)
    Android-Version: 2.1
    Schickes HVGA-Gerät mit Android 2.1, allerdings noch ein resistives Display, was zwar problemlos auch mit dem Finger und sogar mit Stift bedienbar ist, allerdings auch etwas empfindlicher für Kratzer ist. Wird daher knapp vom Samsung i5700 geschlagen.
  • LG GW620
    Straßenpreis: ca. 250 Euro
    Display: 3,0″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5
    Hat alles, was man so brauchen könnte, sogar eine Hardware-Tastatur, ist dabei noch recht kompakt. Leider wie das Acer bei 1.5 stehen geblieben.
  • LG GT540 Optimus
    Straßenpreis: ca. 250 Euro
    Display: 3,0″ bei 320*480
    Android-Version: 1.6
    Ordentliches Gerät mit allem, was man für das Android-Erlebnis braucht (GPS, Kompass, Bewegungssensor, WLAN, Bluetooth, UMTS). Hat auch schon 1.6, aber im Preisvergleich gibt es bessere Geräte.
  • Vodafone 845 (= Huawei Joy)
    Für 130 Euro bei Vodafone zu haben – absoluter Preisschlager.
    Display: 2,8″ bei 240*320
    Android-Version: 2.1
    Ein Freund hatte es wohl auf einer Convention in der Hand und war weniger angetan, insbesondere der Touchscreen war seiner Meinung nach nur schlecht bedienbar – was daran liegen mag, dass es mit druckempfindlicher (resistiver) Technologie arbeitet, nicht mit berührungsempfindlichem (kapazitiven) Touchscreen. Hat aber ansonsten alles an Bord (Kamera, UMTS, WLAN, Bluetooth, GPS, sogar UKW-Radio) und ist daher für den Preis auf jeden Fall einen Blick wert, vielleicht auch als Zweitgerät.
  • HTC Wildfire
    Straßenpreis: ca. 260 Euro
    Display: 3,2″ bei 240*320
    Android-Version: 2.1
    Vollständig ausgestattetes Gerät, wer keine höhere Auflösung wünscht, sollte hier zugreifen (meine persönliche Empfehlung), vor allem wurde bereits ein Update auf die neueste Android-Version „Froyo“ angekündigt, das Flash-Unterstützung mitbringt.
  • HTC Tattoo
    Straßenpreis: 220 Euro
    Display: 2,7″ bei 240*320
    Android-Version: 1.6
    Prima Einsteigergerät in die Android-Welt, inzwischen aber vom Wildfire abgelöst. Kein Update angekündigt.
  • T-Mobile Pulse
    Straßenpreis: ca. 230 Euro
    Display: 3,5″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5 (2.1 über T-Mobile Ungarn und MoDaCo verfügbar)
    Gute Alternative mit prima Displaygröße, alles drin.
  • Samsung Galaxy I7500
    Straßenpreis: 210 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5
    Bei den Geräten mit 1.5 das Top-Modell in der Preisklasse, großes AMOLED-Display mit brillianten Farben, in der Sonne aber eher schlecht abzulesen.
  • Samsung i5700 Galaxy Spica
    Straßenpreis: 220 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 2.1
    Trotz kleinerer Modellnummer der Nachfolger des i7500, daher auch mit Android 2.1. Ebenfalls empfehlenswert.
  • T-Mobile G1
    Straßenpreis: 240 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 1.6
    Das Urgestein: der erste Androide am Markt. Trotzdem noch in dieser Liste, weil es immer noch ein klasse Gerät ist, mit guter Tastatur, Trackball, und einer großen Unterstützung aus der Community (demnächst wird Froyo auf das G1 portiert!). Wer eine Tastatur will und nicht gegen ein etwas klobigeres Smartphone hat, findet hier ein erschwingliches und gutes Gerät.
  • T-Mobile G2 Touch

    Straßenpreis: 265 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 2.1
    Hierbei handelt es sich eigentlich um das HTC Hero mit T-Mobile-Branding. Man spart aber ca. 60 bis 90 Euro gegenüber dem ungebranteden Modell, und nur so rutscht es in die hier vorgestellte Preiskategorie – klare Kaufempfehlung!
  • Sony Ericsson XPERIA X10 Mini / Mini ProStraßenpreis: 235 bzw. 275 Euro
    Display: 2,6″ bei 240*320
    Android-Version: 1.6
    Hochwertiges Gerät, klein und handlich, in der Pro-Version mit Hardware-Tastatur.

Fazit: für mich persönlich ist HTC auch aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit deren Geräten (xda III, xda Orbit 2, Touch HD, Nexus One) der Top-Hersteller von Android-Geräten. Nicht von ungefähr hat Google sich für HTC als Hersteller für das erste Android-Handy G1, als auch für das Google-Topmodell „Nexus One“  entschieden. Das spiegelt sich auch in der Community-Unterstützung wieder, daher ist meine Top-Empfehlung in dieser Liste das HTC Wildfire, auch wenn es nur eine QVGA-Auflösung (240*320) bietet. Das hat zwar noch Nachteile, weil noch nicht alle Programmierer diese Auflösung berücksichtigen und deren Apps dadurch nicht verfügbar sind, angesichts der Masse an verschiedenen Billig-Geräten mit dieser Pixelzahl, die derzeit auf den Markt kommt, wird sich das aber meiner Einschätzung nach bald ändern. HTC Hero in Form des T-Mobile G2 Touch – ein Vorjahresmodell aus einer höheren Preiskategorie, das immer noch zeitgemäß ist.

Wer lieber eine Hardware-Tastatur mag, dem empfehle ich eben immer noch das G1, aus den gleichen Gründen.

Ansonsten scheinen mir das Galaxy Spica und das Acer BeTouch E400 brauchbare Alternativen zu sein, wenn man sie beispielsweise als Schnäppchen erwischt. Alle drei Geräte haben wie das G1 die im Vergleich zum Wildfire doppelt so hohe HVGA-Auflösung, mit der auch die iPhones bis zum 3GS aufwarten. Das T-Mobile Pulse muss ich etwas dahinter anordnen, seit ich erfahren habe, dass es nur mit Android 1.5 ausgeliefert wird. Es gibt zwar eine Updatemöglichkeit auf 2.1, allerdings verliert man damit die Garantie und hat lediglich Anspruch auf Gewährleistung. Es soll auch nicht durchweg stabil laufen, wenn man nicht auf ein Custom-ROM, also auf ein von Community-Mitgliedern angepasstes Betriebssystem, zurückgreift. Inzwischen scheint es zudem in Deutschland ausverkauft zu sein.

Ich würde aber auch den Gebrauchtmarkt nicht außer Acht lassen, wenn man erstmal den Einstieg in die Androidwelt sucht. Mit etwas Glück kann man auch ein Motorola Milestone für unter 300 Euro ergattern.

Schließlich muss ich auch das Vodafone 845 nochmal hervorheben: das billigste Gerät am Markt ist durchaus zu gebrauchen – für diesen Preis erhält man ein vollwertiges Smartphone, bei dem man letztlich nur bei der Auflösung und der Verarbeitung ein paar Abstriche machen muss.

Empfehlenswerte Android-Apps

Frage: Welche Apps kannst Du für Android Smartphones empfehlen? Am liebsten Freeware.

Diese Frage wird mir immer wiedergestellt, daher bin ich dazu übergegangen, meine Liste in unregelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Erstmalig erschien dieser Artikel am 2.7.2010, die letztmalige Aktualisierung erkennt man am Veröffentlichungsdatum.

Nun aber zu den überwiegend kostenlosen Programmen (kostenpflichtige haben einen entsprechenden Hinweis), die ich für ihren jeweiligen Bereich am gelungensten finde – ohne Anspruch, dass es nicht doch noch was besseres gibt. Ich habe Links zum Android Market hinterlegt – sollte das eigene Handy keinen Google Market installiert haben, muss man sich mit Alternativen wie beispielsweise AndroidPIT oder GetJar Gold behelfen.

  • Navigation / Location-based apps
    Hierunter verstehe ich Apps, die in erster Linie direkt mit der aktuellen eigenen Position arbeiten.

    • Google Maps / Navigation
      Der Klassiker – auch mit Navigation.
    • Google Earth
      Kein Must-Have, eher was zum Demonstrieren der Möglichkeiten. Braucht über 22MB Speicher.
    • Google Sky Map
      Augmented Reality für den Nachthimmel: zeigt Sternbilder und Planeten an
    • Google MyTracks
      GPS-Tracker von Google. Zeichnet zurückgelegte Wegstrecken auf und kann sie zur Auswertung z.B. nach Google Docs exportieren.
    • Wikitude
      Augmented Reality: zeigt ortsbezogene Einträge in der Umgebung  von diversen Lexika und Katalogen an (z.B. Wikipedia, Irish Pubs Worldwide, Alpenhütten, Qype, etc.)
    • Layar
      Augmented Reality, die nächste. Blendet Icons in das Kamerabild ein.
    • Öffi
      Beste ÖPNV-App für Berlin, München und den ganzen Rest. Programmiert von einem meiner Schulkameraden.
    • Movie Finder
      Gute App, wenn es ins Kino gehen soll und man nicht weiß, was wann wo läuft.
    • Foursquare
      In Deutschland noch überwiegend Spielerei, in den USA bereits mit Couponing recht erfolgreich – man gibt seinen 4SQ-Freunden preis, wo man sich gerade aufhält, kann Auszeichnungen sammeln und „Mayor“ von Örtlichkeiten werden.
    • c:geo
      Geochaching-App mit Zugriff auf geocaching.com-Account.
  • Social Web
    Meint alles, was mit Communities und Netzwerken zu tun hat.

    • Plume
      Der von mir genutzte Twitter-Client, weil er ein dunkles Farbschema hat, mehrere Accounts unterstützt und Antworten zu Beiträgen anzeigen kann.
    • Facebook
      Standard-Anwendung, funktioniert ausreichend.
    • Google+
  • Kommunikation
    Apps, die man für die Kommunikation braucht

    • WebSMS
      Verschickt SMS über Webdienste, die meist billiger sind als normale SMS – bei O2 haben Online-Verträge sogar 50 SMS frei, die man mit einem entsprechenden Provider-Plugin ebenfalls nutzen kann. Die versendeten SMS landen im normalen SMS-Stream.
    • SMSdroid
      Kein überragender Client, unterstützt aber das Versenden über WebSMS, daher nutze ich das.
    • Fritz!App
      Wer eine Fritz!Box sein eigen nennt, kann mit dieser App VoIP- und Festnetzgespräche über sein Handy führen, solange man sich im WLAN aufhält – auch ankommende Gespräche werden signalisiert. Das DECT-Telefon kann also aus bleiben. Nur die Sprachqualität ist noch nicht so überzeugend, finde ich.
    • SMS Backup
      Kopiert alle SMS in den Google Mail-Account – so gehen sie nicht verloren und sind durchsuchbar.
    • WhatsApp
  • Services
    Dienstleister-Apps

    • Das Telefonbuch
      Nicht einfach nur das Telefonbuch, sondern auch location-aware.
    • Post mobil
      Das Postamt auf dem Handy. Wirklich!
    • Pakete
      Sendungsverfolgung für die großen Paketdienste ind Deutschland.
    • S-Banking (kostet 0,79 €)
      Seriöse HBCI-App von den Sparkassen, funktioniert aber für fast alle deutschen Banken mit HBCI. Ich nutze es z.B. für ING DiBa und DKB.
    • Call A Bike
      Obwohl ich ein eigenes Rad habe, kommt es immer wieder mal vor, dass ich öffentlich unterwegs bin und schnell von der U-Bahn nach Hause muss oder ähnliches. Mit dieser App finde ich die verfügbaren Bikes in der Umgebung und kann sie gleich mieten.
  • Tools
    Kleine Helferlein für alles mögliche

    • Quick Profiles
      Simple App zum Einrichten von Klingelprofilen und mehr – Wechsel erfolgt rein manuell. Es gibt Alternativen wie z.B. das kostenpflichtige Locale, die Uhrzeit, Ort, Kalendertermine oder Batteriestatus berücksichtigen, um Features ein- und auszuschalten, aber das hier ist straight-forward und mir simpel genug.
    • Tricorder
      Wieder mehr was zum Vorführen, aber durchaus auch nützlich: die verschiedenen Sensoren des Smartphones (Kompass, GPS, WLAN, Beschleunigung, etc.) werden ausgewertet und im Star Trek-Tricoder-Style angezeigt.
    • StatsFree
      Zeigt Telefondauer, Anzahl versendeter und empfangener SMS, sowie verbrauchtes Datenvolumen an.
    • Wyse PocketCloud RDP
      Remote Desktop-Client, um auf entfernte PCs zuzugreifen.
    • AndroZip
      ZIP-File-Tool, das auch einen Datei-Explorer bietet.
    • Root Explorer
      Kostet etwas, ist dafür ein umfangreicher Datei-Manager, der auch mit Berechtigungen aller Art umgehen kann.
  • Office
    Apps für berufliche Nutzung

  • Kamera
    Alles, was die Kamera nutzt

    • barcoo
      Barcode Scanner mit Suchfunktion in diversen Produktdatenbanken.
    • Barcode Scanner
      Alternativer Scanner, kann auch aus Kontaktdaten einen 2D-Barcode generieren, um ihn an andere mit Scanner weiterzugeben.
  • Datenaustausch
    Dateien und Daten von und aufs Smartphone bekommen

    • Bluetooth File Transfer
      Kann Dateien über Bluetooth senden und empfangen, auch Kontaktdaten, z.B. an „normale“ Handies mit Bluetooth.
    • Bump
    • Dropbox
      Zugriff auf die eigene Dropbox gibts über diese App.
    • SwiFTP
      Ein FTP-Server, um Daten über WLAN direkt aufs Gerät zu senden, z.B. wenn man Diensten wie Dropbox nicht über den Weg traut.
    • AndFTP
      Ein FTP-Client, um Daten aus dem Netz runter- oder hochzuladen.
  • Multimedia
    Musik und Video-Apps

    • Shazam
      Klassiker: Musikerkennung durch „Zuhören“.
    • doubleTwist
      Zusammen mit dem PC-Client eine brauchbare iTunes-Alternative. Leider fehlt noch der Amazon MP3-Shop für Deutschland, kann aber neben Musik auch Videos und Bilder syncen und Programme aus dem Market installieren – ganz analog zu iTunes und iPhone.
    • A Online Radio
      Guter Webradio-Streaming-Client, der als einer der wenigen auch mit datensparenden AAC-Streams umgehen kann.
  • Nachrichten / RSS / Podcasts
    • Google Listen
      App zur Verwaltung von Podcasts. Geht aber auch mit doubleTwist.
    • NewsRob
      RSS-Client, der sich mit dem Google Reader verbinden lässt, um die Feeds bequem am PC verwalten zu können. Ich nutze inzwischen lieber einfach die mobilen Google-Reader-Seiten im Browser, aber NewsRob kann die Beiträge zwischenspeichern, falls man ohne Datenverbindung lesen möchte (z.B. in nicht versorgten U-Bahnabschnitten).
    • wetter.com
      Meine liebste Wetterseite als App.
    • Sportschau
      News, Videos, Ergebnisse, auch ein Tor-Alarm einstellbar.
  • Nachschlagen
    • Wapedia
      Interface für die Wikipedia.
    • LEO
      Der Übersetzer-Klassiker als App.
    • Epicurious
      Die Condé Nast-Kochcommunity auf dem Handy.
  • Spiele
    Es gibt zu viele Spiele und zu wenig Zeit, sie alle zu testen. Ich beschränke mich auf drei Klone von iPhone-Klassikern.

    • Jewels
      Bejeweled-Klon, prima Zeitvertreib mit weltweiter Highscore-Liste.
    • Air Control
      Spiele Fluglotse und koordiniere Landeanflüge ohne Kollisionen.
    • Abduction!
      Doodle Jump! mit ner Kuh, die hoch hinaus möchte.
  • SuperUser Tools
    Für diese Apps braucht man root / SuperUser-Rechte

    • Wifi Tethering (Website)
      Android 2.2 Froyo bringt zwar WiFi Tethering mit, aber mit diesem Projekt wird auch Bluetooth unterstützt. Funktioniert aber nur auf bestimmten Modellen.