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Günstiges Samsung Galaxy Spica – Android Handy mit 2.1 (Eclair)

Eben habe ich entdeckt, dass es das Samsung Galaxy i5700 Spica bei dicon.de für 219,- Euro plus Versandkosten gibt – zu dem Preis definitiv eine überlegenswerte Alternative für den Android-Einstieg!

Bei O2 gibt es das Samsung Galaxy i7500 derzeit für 240,- Euro in der Sonderfarbe weiß, was insofern interessant ist, als dass man es über O2 MyHandy zu 0% finanzieren kann. Außerdem hat es ein AMOLED-Display, das im Vergleich zum TFT des Spica kräftigere Farben bietet. Der Pferdefuß ist aber, dass es nur mit Android 1.6 ausgeliefert wird, was ein paar Einschränkungen, insbesondere bei der Bluetooth-Nutzung, mit sich bringt.

Android Smartphones für ca. 250 Euro

M.A. aus München fragt: Welches Android-Handy für einen Preis um die 250 Euro kannst Du derzeit empfehlen?

Update 1: Ergänzungen zum T-Mobile Pulse, das doch nur mit Android 1.5 (Cupcake) ausgeliefert wird.
Update 2: Ergänzung des Acer BeTouch E400, das inzwischen verfügbar ist.
Update 3: Das HTC Hero kostet eigentlich noch ca. 330 Euro, aber mit T-Mobile-Branding ist es auch für ca. 265 Euro erhältlich und rutscht nahe an die Preisgrenze ran, daher mein aktueller Kauftipp! Außerdem ist das Vodafone 845 inzwischen erhältlich.
Update 4: Das Samsung Galaxy Spica gibts für 219,- Euro plus Versand.

Angesichts der aktuellen Verkaufszahlen von ca. 160.000 Geräten pro Tag ist Android das aktuell beliebteste Smartphone-Betriebssytem neben dem i(Phone)OS. Und da man bei letzterem mindestens 600 Euro in die Hand und einige Importmühen (oder einen T-Mobile-Vertrag) auf sich nehmen muss, fällt die Entscheidung für Leute, die nicht so viel Geld für ein Handy ausgeben wollen, relativ leicht: inzwischen gibt es eine Reihe von Android-Geräten zu einem Preis um die 250 Euro. Natürlich sind bei solch einem Preis Abstriche zu machen, meistens ist das Display und die Auflösung desselben klein, manchmal fehlen weitere Features wie z.B. WLAN oder Bluetooth. Oft handelt es sich auch um Auslaufmodelle mit veralteter Android-Version. Gerade letzteres ist ein nicht unerheblicher Aspekt, wenn man sieht, welch tolle neue Features mit der aktuellsten Version auf das Gerät kommen. Ich würde daher stets großes Augenmerk darauf legen, dass entweder der Hersteller Updates angekündigt hat, oder das Modell von der Community gut unterstützt wird. Letzteres zeigt sich beispielsweise beim T-Mobile G1, dem ersten Android-Phone auf dem deutschen Markt: auch wenn es von T-Mobile kein offizielles Update über 1.6 hinaus gibt, hat die Community bereits eine Froyo-Version (Android 2.2) angekündigt.

Ich habe mal ein wenig recherchiert, was man in Deutschland derzeit so als günstiges Gerät kaufen kann (die Oberklasse lasse ich in diesem Artikel bewusst außen vor; ich habe mit Ausnahme des G1 keines der Geräte in Händen gehalten und gehe rein von gelesenen Testberichten, Forenbeiträgen und den Datenblättern aus):

  • Acer beTouch E110
    Straßenpreis: ca. 160 Euro
    Display: 2,7″ (7,1 cm) bei 240*320
    Android-Version: 1.5
    Besitzt zwar ein Radio und GPS, aber kein WLAN, ist also nur mit gutem Datentarif (ich empfehle 1GB) brauchbar. Ist nur leider bei Android 1.5 stehen geblieben, die Bluetooth-Funktionen sind da beispielsweise noch rudimentär zu nennen.
  • Acer beTouch E400
    Straßenpreis: ca. 250 Eruo
    Display: 3,2″ (8,1 cm) bei 320*480 (HVGA)
    Android-Version: 2.1
    Schickes HVGA-Gerät mit Android 2.1, allerdings noch ein resistives Display, was zwar problemlos auch mit dem Finger und sogar mit Stift bedienbar ist, allerdings auch etwas empfindlicher für Kratzer ist. Wird daher knapp vom Samsung i5700 geschlagen.
  • LG GW620
    Straßenpreis: ca. 250 Euro
    Display: 3,0″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5
    Hat alles, was man so brauchen könnte, sogar eine Hardware-Tastatur, ist dabei noch recht kompakt. Leider wie das Acer bei 1.5 stehen geblieben.
  • LG GT540 Optimus
    Straßenpreis: ca. 250 Euro
    Display: 3,0″ bei 320*480
    Android-Version: 1.6
    Ordentliches Gerät mit allem, was man für das Android-Erlebnis braucht (GPS, Kompass, Bewegungssensor, WLAN, Bluetooth, UMTS). Hat auch schon 1.6, aber im Preisvergleich gibt es bessere Geräte.
  • Vodafone 845 (= Huawei Joy)
    Für 130 Euro bei Vodafone zu haben – absoluter Preisschlager.
    Display: 2,8″ bei 240*320
    Android-Version: 2.1
    Ein Freund hatte es wohl auf einer Convention in der Hand und war weniger angetan, insbesondere der Touchscreen war seiner Meinung nach nur schlecht bedienbar – was daran liegen mag, dass es mit druckempfindlicher (resistiver) Technologie arbeitet, nicht mit berührungsempfindlichem (kapazitiven) Touchscreen. Hat aber ansonsten alles an Bord (Kamera, UMTS, WLAN, Bluetooth, GPS, sogar UKW-Radio) und ist daher für den Preis auf jeden Fall einen Blick wert, vielleicht auch als Zweitgerät.
  • HTC Wildfire
    Straßenpreis: ca. 260 Euro
    Display: 3,2″ bei 240*320
    Android-Version: 2.1
    Vollständig ausgestattetes Gerät, wer keine höhere Auflösung wünscht, sollte hier zugreifen (meine persönliche Empfehlung), vor allem wurde bereits ein Update auf die neueste Android-Version „Froyo“ angekündigt, das Flash-Unterstützung mitbringt.
  • HTC Tattoo
    Straßenpreis: 220 Euro
    Display: 2,7″ bei 240*320
    Android-Version: 1.6
    Prima Einsteigergerät in die Android-Welt, inzwischen aber vom Wildfire abgelöst. Kein Update angekündigt.
  • T-Mobile Pulse
    Straßenpreis: ca. 230 Euro
    Display: 3,5″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5 (2.1 über T-Mobile Ungarn und MoDaCo verfügbar)
    Gute Alternative mit prima Displaygröße, alles drin.
  • Samsung Galaxy I7500
    Straßenpreis: 210 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 1.5
    Bei den Geräten mit 1.5 das Top-Modell in der Preisklasse, großes AMOLED-Display mit brillianten Farben, in der Sonne aber eher schlecht abzulesen.
  • Samsung i5700 Galaxy Spica
    Straßenpreis: 220 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 2.1
    Trotz kleinerer Modellnummer der Nachfolger des i7500, daher auch mit Android 2.1. Ebenfalls empfehlenswert.
  • T-Mobile G1
    Straßenpreis: 240 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 1.6
    Das Urgestein: der erste Androide am Markt. Trotzdem noch in dieser Liste, weil es immer noch ein klasse Gerät ist, mit guter Tastatur, Trackball, und einer großen Unterstützung aus der Community (demnächst wird Froyo auf das G1 portiert!). Wer eine Tastatur will und nicht gegen ein etwas klobigeres Smartphone hat, findet hier ein erschwingliches und gutes Gerät.
  • T-Mobile G2 Touch

    Straßenpreis: 265 Euro
    Display: 3,2″ bei 320*480
    Android-Version: 2.1
    Hierbei handelt es sich eigentlich um das HTC Hero mit T-Mobile-Branding. Man spart aber ca. 60 bis 90 Euro gegenüber dem ungebranteden Modell, und nur so rutscht es in die hier vorgestellte Preiskategorie – klare Kaufempfehlung!
  • Sony Ericsson XPERIA X10 Mini / Mini ProStraßenpreis: 235 bzw. 275 Euro
    Display: 2,6″ bei 240*320
    Android-Version: 1.6
    Hochwertiges Gerät, klein und handlich, in der Pro-Version mit Hardware-Tastatur.

Fazit: für mich persönlich ist HTC auch aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit deren Geräten (xda III, xda Orbit 2, Touch HD, Nexus One) der Top-Hersteller von Android-Geräten. Nicht von ungefähr hat Google sich für HTC als Hersteller für das erste Android-Handy G1, als auch für das Google-Topmodell „Nexus One“  entschieden. Das spiegelt sich auch in der Community-Unterstützung wieder, daher ist meine Top-Empfehlung in dieser Liste das HTC Wildfire, auch wenn es nur eine QVGA-Auflösung (240*320) bietet. Das hat zwar noch Nachteile, weil noch nicht alle Programmierer diese Auflösung berücksichtigen und deren Apps dadurch nicht verfügbar sind, angesichts der Masse an verschiedenen Billig-Geräten mit dieser Pixelzahl, die derzeit auf den Markt kommt, wird sich das aber meiner Einschätzung nach bald ändern. HTC Hero in Form des T-Mobile G2 Touch – ein Vorjahresmodell aus einer höheren Preiskategorie, das immer noch zeitgemäß ist.

Wer lieber eine Hardware-Tastatur mag, dem empfehle ich eben immer noch das G1, aus den gleichen Gründen.

Ansonsten scheinen mir das Galaxy Spica und das Acer BeTouch E400 brauchbare Alternativen zu sein, wenn man sie beispielsweise als Schnäppchen erwischt. Alle drei Geräte haben wie das G1 die im Vergleich zum Wildfire doppelt so hohe HVGA-Auflösung, mit der auch die iPhones bis zum 3GS aufwarten. Das T-Mobile Pulse muss ich etwas dahinter anordnen, seit ich erfahren habe, dass es nur mit Android 1.5 ausgeliefert wird. Es gibt zwar eine Updatemöglichkeit auf 2.1, allerdings verliert man damit die Garantie und hat lediglich Anspruch auf Gewährleistung. Es soll auch nicht durchweg stabil laufen, wenn man nicht auf ein Custom-ROM, also auf ein von Community-Mitgliedern angepasstes Betriebssystem, zurückgreift. Inzwischen scheint es zudem in Deutschland ausverkauft zu sein.

Ich würde aber auch den Gebrauchtmarkt nicht außer Acht lassen, wenn man erstmal den Einstieg in die Androidwelt sucht. Mit etwas Glück kann man auch ein Motorola Milestone für unter 300 Euro ergattern.

Schließlich muss ich auch das Vodafone 845 nochmal hervorheben: das billigste Gerät am Markt ist durchaus zu gebrauchen – für diesen Preis erhält man ein vollwertiges Smartphone, bei dem man letztlich nur bei der Auflösung und der Verarbeitung ein paar Abstriche machen muss.