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Schön scharfe Hintergrundbilder auf dem HTC Touch HD

Als Besitzer eines HTC Touch HD (oder auch eines Diamond2 oder Touch Pro2) beweist man, dass man ein großes Display mit hoher Auflösung schätzt. Um so ärgerlicher ist es, dass es mit Bordmitteln nicht möglich ist, das an vorderster Front auch zur Schau zu stellen, denn abgesehen von der voreingestellten Grafik will es einfach nicht gelingen, ein eigenes Hintergrundbild scharf darzustellen.

Wie man in dieser englischen Anleitung nachlesen kann, ist der Grund hierfür die Beschränkung  des HTC TouchFLO 3D, bzw. der darin verwendeten Bildverarbeitung auf Bilder mit einer maximalen Größe von 512*512 Pixeln. Wenn man nun also ein eigenes Bild mit der maximalen Auflösung des Touch HD von 800*480 Pixeln als Hintergrundbild einstellt, wird es zunächst so verkleinert, dass es 512 Pixel hoch ist, bevor es noch in ein spezielles, komprimiertes Bildformat (CFC) umgewandelt und schießlich in einem letzten Schritt in die maximal mögliche Größe von 696*480 gebracht wird (die übrigen 104 Pixel werden von den Leisten am Bildschirmrand verdeckt und daher gar nicht erst mit einem Hintergrundbild versehen). Jeder dieser Arbeitsschritte verschlechtert die Qualität des Ausgangsbildes, beim letzten Schritt werden die Verschlechterungen auch noch vergrößert und damit noch augenscheinlicher gemacht.

Dank der findigen Entwicklergemeinde der XDA Developers, die sich den Windows Mobile-Geräten aus dem Hause HTC angenommen hat, gibt es nun aber Abhilfe in Form eines Windows-PC-Programms, mit welchem man das gewünschte Hintergrundbild so aufbereiten kann, dass es auf dem Gerät in optimaler Qualität angezeigt wird. Dazu wird ganz komfortabel aus dem Bild eine Installationsdatei erzeugt, die man auf dem Gerät ausführt. Das Programm heißt HDWall und ist über das Forum der XDA-Devs zu beziehen (Registrierung erforderlich).

Kurzvorstellung: Firefox-Addons

Gestern habe ich mal wieder einen Blick auf die offiziell gelisteten Firefox Extensions geworfen. Es waren einige Schmankerl dabei, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Deswegen stelle ich mal alle Extensions vor, die ich installiert habe.

Web Developer Toolbar
Die Toolbar ist unverzichtbar für jeden, der HTML-Seiten erstellt. Die Leiste bietet Funktionen für Cookie-, CSS-, Formular- und Bildelemente an, sowie viele weitere nützliche Features wie z.B. einen On-The-Fly-Editor, oder ein Tool zur Größenänderung des Browser-Fensters auf übliche Bildschirmgrößen.

ViewSourceWith
Ebenfalls nützlich für HTML-Seitengestalter ist die Möglichkeit, den bevorzugten Editor für die Quelltextansicht zu wählen. So muss man sich nicht an die Mozilla-Farbkodierung gewöhnen.

SwitchProxy Tool
Komfortables Umschalten der Proxy-Einstellungen. Besonders nützlich für mein Büro-Notebook, das ich auch zuhause ohne Proxy ans Netz hänge. Es gibt zwar Alternativen, aber bei FoxyProxy z.B. kann man keine Ausnahme-Listen pflegen – blöd.

BrowseAtWork
Unter anderem ein Anonymizer Proxy…

Tab Mix Plus
Macht das Tabbed Browsing noch komfortabler, mit vielen kleinen Detailverbesserungen.

IE Tab
Öffnet Tabs mit dem Internet Explorer als Browser-Engine und erleichtert so das Testen in den beiden populärsten Browsern.

Viamatic foXpose
Ein Icon in der Statusleiste, das bei Klick alle geöffneten Tabs auf einer Seite arrangiert.

Adblock
Blendet zuverlässig Werbung aus.

Adblock Filterset.G Updater
Aktualisiert die Filterlisten des Adblock regelmäßig.

DownloadThemAll!
Ein feiner Download Manager für Firefox. Nutze ich zum Herunterladen ganzer Websites, einer Sammlung Bilder in einem Verzeichnis, oder für große Dateien.

VideoDownloader
Erleichtert das Herunterladen von Videodateien der populärsten Video-Sites wie video.google.com, YouTube etc.

Dictionary Tooltip
Mit einem Tastenkürzel kann ich damit die Übersetzung eines Wortes in dict.leo.org nachschlagen.

Dictionary Search
Über das Kontextmenü eines markierten Wortes kann ich die Bedeutung nachschlagen.

CuteMenus – Crystal SVG
Fügt in alle Firefox-Menüs hübsche Icons ein.

RSS Ticker
Eine Tickerzeile, in der neue Blogeinträge meiner Lieblings-Blogs durchlaufen – oder Nachrichten. Erspart mir das „Durchsurfen“ durch die Blogs, um herauszufinden, ob was neues geschrieben wurde.

Kurzvorstellung: Drupal CMS-Software

Gestern bin ich auf der verzweifelten Suche nach einem schlanken, modernen und flexiblen Content Management System (CMS; seht Euch nur mal die Liste der CMS Matrix an – wie soll man sich da entscheiden?) über einen Blogeintrag auf Drupal aufmerksam geworden. Es ist ein von holländischen Studenten entwickeltes, inzwischen recht verbreitetes Open Source-CMS, das populär wurde, weil u.a. Spread Firefox und The Onion es für ihre Websites einsetzen. Auch die Entwickler von Gallery, einer hervorragenden Galeriesoftware, die ich ebenfalls einsetze, nutzen Drupal für ihren Auftritt, und es hat sogar eigene Wikipedia-Einträge (deutsch | english).

Solch geballtes Vertrauen der Macher vielbesuchter Sites und die Popularität haben mich davon überzeugt, dass es kein schlechtes Stück Software sein kann und habe damit eine halb angefangene PostNuke-Einrichtung abgelöst, weil letztere einfach unerträglich kompliziert zu administrieren war. Drupal dagegen ist sehr schnell installiert (wenn auch mit manuellem Aufwand, keine Installationsroutine), hat sehr interessante Features wie z.B. ein Taxonomie-System zur Kategorisierung von Artikeln, und es existieren sehr viele brauchbare Module dafür. Diese T.-Systematik ist in der Praxis erstmal gewöhnungsbedürftig, aber sehr flexibel und dank der reichlich verfügbaren Hilfestellungen auch bald durchschaut. Ich habe in ca. drei Stunden eine komplette Website vorbereitet, also installiert und konfiguriert – bei PostNuke wurde ich in über acht Stunden nicht fertig.

Mein Blog wird weiterhin mit WordPress betrieben, aber für komplexere Aufgaben ist Drupal mein derzeitiges CMS der Wahl.

Was ist Skype?

Heute wurde ich von meiner Mutter mit einer unerwarteten Aufgabe überrascht: eine ihrer Freundinnen, die gerade in Litauen verweilt und als einzige Taiwanesin in diesem Mini-Staat gegen ihre soziale Verkümmerung kämpft, hat ihr aufgetragen, sich Skype zu installieren, um kostenlose Telefonate übers Internet führen zu können.

Normalerweise ist meiner Mom allein schon das E-Mail checken, erst recht das Beantworten so lästig und unbequem, dass sie das so selten wie möglich macht. Aber siehe da, kaum geht es darum, für lau mit jemandem telefonieren zu können, schon habe ich die volle Aufmerksamkeit bei der Erläuterung der Funktionsweise.

Was habe ich Ihr erzählt? Nun, erstmal habe ich ihr erklärt, worum es überhaupt geht: Skype ist ein Programm, mit dessen Hilfe man kostenlos über eine Internetverbindung mit anderen Personen kommunizieren kann, und zwar sowohl schriftlich in einem Chat, als auch mündlich wie bei einem Telefon, und sogar mit Videoübertragung, wenn eine WebCam, eine kleine Videokamera mit PC-Anschluss, vorhanden ist. Es ist mit dem Programm auch möglich, einen normalen Telefonanschluss anzurufen (und auch Anrufe entgegen zu nehmen). Das macht für den Benutzer besonders für Ferngespräche Sinn, weil Skype die Telefonate möglichst weit übers Internet überträgt und dadurch oft geringere Gebühren abrechnen kann als der Telefonanbieter.

Kleiner Abstecher: bei Skype kommen einige aktuelle Techniken zum Einsatz: zum einen das Voice-over-Internet-Protocol, kurz VoIP, was lediglich aussagt, dass die Gespräche über das Internet übertragen werden, zum anderen die Peer-to-Peer-Technik, die mit P2P abgekürzt wird. Dabei werden die Daten (in diesem Fall die Gespräche) vom Gesprächspartner A nicht über eine zentrale Vermittlung, dem Server, zu B geschickt, sondern über weitere Benutzer des Programms, die alle als Vermittlung auftreten können (weshalb die Übertragung auch verschlüsselt wird). Vorteil ist, dass es dadurch kein Nadelöhr bei der Vermittlungsstelle gibt – auch Zigtausende Gespräche können gleichzeitig geführt werden. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die Daten zu B finden und dessen Sprache auch wieder zurück zu A. Der Server weiß lediglich, wer gerade sein Skype-Programm gestartet hat und kann ihm eine Liste der nächsten vermittelnden Benutzer nennen, also die Startpunkte für das Gespräch. Alles weitere übernimmt eben das ausgeklügelte System.

Für die Telefonfunktion, die meine Mutter nutzen will, braucht man einen Internetzugang am PC, Anschlussmöglichkeiten für Lautsprecher oder Kopfhörer, sowie für ein Mikrofon, und eben Lautsprecher und ein Mikrofon, oder am besten ein sogenanntes Headset, das ist eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, die es günstig in den üblichen Elektromärkten gibt.

Sind die Hardware-Voraussetzungen nun erfüllt und alle Gerätschaften angeschlossen, kann man Skype von der Homepage unter www.skype.de herunterladen – der Download-Link ist direkt auf der Homepage zu finden und öffnet neben dem kleinen Fenster zum Herunterladen des Programms auch eine Seite, auf der der Installationsvorgang ausführlich erklärt wird. Überhaupt sind auf dem Internetauftritt sehr viele nützliche Informationen zur Einrichtung und der anschließenden Nutzung zusammengestellt worden, was mir hier einiges an Schreibarbeit abnimmt.

Ein erster Test mit mir als Gegenstelle zeigt, dass sie sich tatsächlich alles gemerkt hat und das Programm völlig problemlos bedienen kann.

Jetzt soll ich ihr noch ne Webcam besorgen… unglaublich! Meine Mom, die Videochatterin.