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Was ist Skype?

Heute wurde ich von meiner Mutter mit einer unerwarteten Aufgabe überrascht: eine ihrer Freundinnen, die gerade in Litauen verweilt und als einzige Taiwanesin in diesem Mini-Staat gegen ihre soziale Verkümmerung kämpft, hat ihr aufgetragen, sich Skype zu installieren, um kostenlose Telefonate übers Internet führen zu können.

Normalerweise ist meiner Mom allein schon das E-Mail checken, erst recht das Beantworten so lästig und unbequem, dass sie das so selten wie möglich macht. Aber siehe da, kaum geht es darum, für lau mit jemandem telefonieren zu können, schon habe ich die volle Aufmerksamkeit bei der Erläuterung der Funktionsweise.

Was habe ich Ihr erzählt? Nun, erstmal habe ich ihr erklärt, worum es überhaupt geht: Skype ist ein Programm, mit dessen Hilfe man kostenlos über eine Internetverbindung mit anderen Personen kommunizieren kann, und zwar sowohl schriftlich in einem Chat, als auch mündlich wie bei einem Telefon, und sogar mit Videoübertragung, wenn eine WebCam, eine kleine Videokamera mit PC-Anschluss, vorhanden ist. Es ist mit dem Programm auch möglich, einen normalen Telefonanschluss anzurufen (und auch Anrufe entgegen zu nehmen). Das macht für den Benutzer besonders für Ferngespräche Sinn, weil Skype die Telefonate möglichst weit übers Internet überträgt und dadurch oft geringere Gebühren abrechnen kann als der Telefonanbieter.

Kleiner Abstecher: bei Skype kommen einige aktuelle Techniken zum Einsatz: zum einen das Voice-over-Internet-Protocol, kurz VoIP, was lediglich aussagt, dass die Gespräche über das Internet übertragen werden, zum anderen die Peer-to-Peer-Technik, die mit P2P abgekürzt wird. Dabei werden die Daten (in diesem Fall die Gespräche) vom Gesprächspartner A nicht über eine zentrale Vermittlung, dem Server, zu B geschickt, sondern über weitere Benutzer des Programms, die alle als Vermittlung auftreten können (weshalb die Übertragung auch verschlüsselt wird). Vorteil ist, dass es dadurch kein Nadelöhr bei der Vermittlungsstelle gibt – auch Zigtausende Gespräche können gleichzeitig geführt werden. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die Daten zu B finden und dessen Sprache auch wieder zurück zu A. Der Server weiß lediglich, wer gerade sein Skype-Programm gestartet hat und kann ihm eine Liste der nächsten vermittelnden Benutzer nennen, also die Startpunkte für das Gespräch. Alles weitere übernimmt eben das ausgeklügelte System.

Für die Telefonfunktion, die meine Mutter nutzen will, braucht man einen Internetzugang am PC, Anschlussmöglichkeiten für Lautsprecher oder Kopfhörer, sowie für ein Mikrofon, und eben Lautsprecher und ein Mikrofon, oder am besten ein sogenanntes Headset, das ist eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, die es günstig in den üblichen Elektromärkten gibt.

Sind die Hardware-Voraussetzungen nun erfüllt und alle Gerätschaften angeschlossen, kann man Skype von der Homepage unter www.skype.de herunterladen – der Download-Link ist direkt auf der Homepage zu finden und öffnet neben dem kleinen Fenster zum Herunterladen des Programms auch eine Seite, auf der der Installationsvorgang ausführlich erklärt wird. Überhaupt sind auf dem Internetauftritt sehr viele nützliche Informationen zur Einrichtung und der anschließenden Nutzung zusammengestellt worden, was mir hier einiges an Schreibarbeit abnimmt.

Ein erster Test mit mir als Gegenstelle zeigt, dass sie sich tatsächlich alles gemerkt hat und das Programm völlig problemlos bedienen kann.

Jetzt soll ich ihr noch ne Webcam besorgen… unglaublich! Meine Mom, die Videochatterin.